Fraunhofers KI-Plattform FhGenie stärkt technologische Souveränität
Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ihre interne KI-Plattform FhGenie mit über 20 Sprachmodellen für Mitarbeiter eingeführt. Die Plattform gewährleistet Datenschutz und technologische Unabhängigkeit innerhalb Europas.

Die Fraunhofer-Gesellschaft nutzt seit zwei Jahren erfolgreich ihre interne KI-Plattform FhGenie zur Steigerung der Effizienz und Forschungsleistung ihrer Mitarbeiter. Die Plattform beherbergt über 20 große Sprachmodelle, darunter das von Fraunhofer-Forschern mitentwickelte Teuken-Modell.
FhGenie wurde als Antwort auf steigende Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und technologische Souveränität im Zuge der zunehmenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz entwickelt. Seit der Einführung im Jahr 2023 ermöglicht die Plattform den Einsatz sicherer und flexibler KI-Anwendungen, wobei die Daten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verbleiben.
Etwa 12.000 Mitarbeiter nutzen die Plattform regelmäßig und generieren monatlich über eine Million Anfragen. Die Plattform operiert ausschließlich innerhalb des EWR, und ihre zustandslose Architektur stellt sicher, dass keine Transaktionsdaten gespeichert werden. Inhaltsfilter schützen vor Missbrauch, und freiwillige Datenbeiträge für Benchmarking erfolgen anonym. FhGenie entspricht der DSGVO, was bedeutet, dass keine Benutzerdaten gespeichert oder analysiert werden.
Zur Gewährleistung technologischer Autonomie setzt Fraunhofer auf eigene Sprachmodelle und Software, wie das in Europa entwickelte Teuken 7B-Modell, das alle 24 offiziellen EU-Sprachen unterstützt. Die Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt, unter anderem durch neue Modelle und verbesserte Integrationen mit anderen Systemen, wie Bildgenerierung mittels DALL-E 3 und Web-Suchfunktionen. Die Fraunhofer-KI-Community mit über 4.500 Mitgliedern teilt aktiv Wissen zu KI-Themen.