Fresenius und WuXi Biologics schließen Entwicklungsabkommen für Biosimilars
Fresenius vereinbart die Entwicklung von bis zu 37 Biosimilars mit WuXi Biologics, um das Biopharma-Portfolio mittelfristig auszubauen.
Der Gesundheitskonzern Fresenius hat mit dem Entwicklungsdienstleister WuXi Biologics eine exklusive Vereinbarung zur Entwicklung von Biosimilars unterzeichnet. Das Abkommen umfasst bis zu 37 potenzielle Wirkstoffkandidaten und ermöglicht es Fresenius, sein Portfolio von derzeit 29 auf bis zu 66 Moleküle zu erweitern. Die adressierten Märkte der Referenzprodukte haben ein Umsatzvolumen von über 370 Milliarden Euro.
Das Modell sieht vor, dass Fresenius die Kontrolle über die Auswahl und Vermarktung der Produkte behält. Die Vergütung von WuXi Biologics erfolgt auf Basis erbrachter Dienstleistungen für die jeweils ausgewählten Programme. Fresenius entscheidet dabei individuell über die Fertigungsstrategie, wobei die Nutzung des eigenen Netzwerks, insbesondere des 2026 erworbenen Unternehmens mAbxience, vorgesehen ist.
Laut Konzernchef Michael Sen dient die Kooperation dazu, das Biopharma-Geschäft skalierbar auszubauen und die Wachstumsziele für die Zeit nach 2030 zu erhöhen. Das Portfolio soll künftig 13 Therapiegebiete abdecken, darunter Neurologie und Nephrologie. Zu den ersten Projekten zählen Entwicklungen für Krebstherapien und Schilddrüsenerkrankungen.
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bleibt laut Unternehmen unverändert. Die Vereinbarung wird als zusätzliche Wachstumschance betrachtet, die über die bestehende Biopharma-Strategie hinausgeht.