Friends of Science fordert kanadische Bankenaufsicht zur Überprüfung von Klimarisiko-Richtlinien auf
Die Friends of Science Society hat Kanadas Finanzaufsichtsbehörde OSFI aufgefordert, ihre Richtlinien zu Klimarisiken zu überdenken. In dem Schreiben wird auch die mögliche Wiederbelebung der Keystone XL-Pipeline erwähnt.

Die Friends of Science Society hat Kanadas Finanzaufsichtsbehörde, das Office of the Superintendent of Financial Institutions (OSFI), aufgefordert, ihre Richtlinien bezüglich Klimarisiken zu überdenken. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Diskussionen über eine mögliche Wiederbelebung der Keystone XL-Ölpipeline im Rahmen von Handelsverhandlungen zwischen Kanada und den USA.
Die Organisation argumentiert, dass die aktuellen Richtlinien die Finanzierung und Investitionen im Energiesektor negativ beeinflussen könnten, ohne dass klare Beweise für ihre Wirksamkeit bei der Bekämpfung des Klimawandels vorliegen. Friends of Science meint zudem, dass das Keystone XL-Projekt durch bestimmte Maßnahmen zur Erneuerung des kanadischen Energiesektors und zur Reduzierung seines CO2-Fußabdrucks beitragen könnte.
In dem Schreiben wird die Sorge geäußert, dass die OSFI-Richtlinien zu Unsicherheiten bei Finanzinstituten führen und die Finanzierung von Energieprojekten verzögern könnten. Die Gesellschaft fordert, dass Entscheidungen über diese Richtlinien auf einer breiteren Analyse und fundierten Beweisen basieren sollten.
Diese Entwicklung spiegelt eine breitere Debatte über die Vereinbarkeit von Klimapolitik und wirtschaftlichen Investitionen in Kanada und weltweit wider. Die Keystone XL-Pipeline war ein umstrittenes Projekt, dessen potenzielle Umsetzung oder Einstellung genau beobachtet wurde.