Von der kolumbianischen Flüchtlingsfrau zur Unternehmerin in Helsinki
Stephania Perez Prieto kam als Flüchtling aus Kolumbien nach Finnland und hat seitdem ein erfolgreiches kolumbianisches Streetfood-Konzept in Helsinki etabliert.

Helsinki, Finnland – Stephania Perez Prieto, besser bekannt als Stefi, hat sich in Helsinki ein bedeutendes Leben aufgebaut, seit sie 1999 als Flüchtling aus Kolumbien mit ihrer Mutter ankam. Stefi, ursprünglich aus Cali stammend, hat erfolgreich eine neue Existenz aufgebaut und ihre eigene Kultur in das vielfältige Stadtbild von Helsinki integriert.
Die Anpassung an ein neues Land und sein kaltes Klima stellte zunächst eine Herausforderung dar. Stefi erinnert sich an ihre erste Begegnung mit einem Helsinki-Winter. „Als wir ankamen, betrug die Temperatur minus 27 Grad Celsius. Zu Hause war es immer mindestens 32 Grad wärmer“, lacht sie. Auch das zurückhaltende Wesen der Finnen fühlte sich anfangs fremd an. „Die Leute waren höflich, hielten aber Distanz. Zuerst fühlte es sich wie eine geschlossene Gemeinschaft an, aber ich lernte bald, die Wärme dahinter zu entdecken.“
Nach der High School beschloss Stefi, kolumbianische Aromen nach Helsinki zu bringen, indem sie Colombia Mía ins Leben rief, ein Pop-up-Angebot für kolumbianisches Streetfood. „Ich wollte lateinamerikanisches Streetfood in die finnische Kultur einführen und hoffte, dass auch andere Ausländer ermutigt würden, ihr eigenes Essen und ihre Kultur zu teilen“, sagt sie. Das Unternehmen erwies sich als sehr beliebt, und zu Stefis Freude haben sich seitdem viele andere Helsinki-Bewohner mit ausländischem Hintergrund davon inspirieren lassen, ihre eigenen kulturellen Angebote zu teilen.
Helsinki bietet laut Stefi einzigartige Erlebnisse. Sie verbringt gerne Zeit mit ihrem Hund, der an vielen Orten in der Stadt willkommen ist. Außerdem schätzt Stefi, eine ehemalige Schwimmerin, die Winterbade- und Saunakultur, die in Helsinkis öffentlichen Einrichtungen wie Löyly und Allas Sea Pool angeboten wird. „Winterbaden in kaltem Wasser gibt einem das Gefühl, ein Champion zu sein“, erklärt sie. Sie ist auch begeistert von der wachsenden kreativen Gemeinschaft in Helsinki und der Bedeutung der Unterstützung lokaler Unternehmer.