Von nigerianischer Studentin zur Tech-Managerin in Helsinki
Mariam Shodeinde zog nach Finnland zum Studieren und fand dort ihre Leidenschaft und eine Anstellung bei einem Startup. Sie beschreibt Helsinki als eine 'Macher-Stadt'.

Mariam Shodeinde, die ursprünglich in Nigeria Kampfpilotin werden wollte, entdeckte nach ihrem Umzug nach Finnland zum Studium ihre Leidenschaft und eine Karriere im Technologiesektor. Heute ist sie Chief Growth Officer beim Technologieunternehmen Claned und Mitbegründerin von Adar Impact, einem Bildungsunternehmen, das sich für hochwertige Bildung einsetzt.
Ihr Umzug nach Finnland begann mit einem Studium an der Hochschule Lappland, angeregt durch ihren Onkel. Shodeinde beschreibt die Anfangszeit in Rovaniemi als einen Schock im Vergleich zu ihrer Erziehung in Lagos, fand aber schnell ein Gefühl der Freiheit. Das finnische Bildungssystem förderte Unabhängigkeit und Eigeninitiative, im Gegensatz zum strengeren militärischen Umfeld, das sie zuvor erlebt hatte.
"Diese unabhängige Denkweise durchdringt die gesamte finnische Gesellschaft, von der Bildung bis zum Arbeitsleben", erklärt Shodeinde. "Die Finnen verstehen diese ungeschriebenen Regeln, Dinge selbst herauszufinden, aber für mich war es eine bedeutende Anpassung."
Nach ihrem Abschluss zog Shodeinde nach Helsinki, wo ihre Karriere im Startup-Ökosystem Fahrt aufnahm. Sie arbeitete auch bei Slush, einem großen internationalen Startup-Event, und ist an der Entwicklung der Lernplattform von Claned beteiligt, wobei sie sich darauf konzentriert, anderen zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen.
Shodeinde findet ihren Platz in Helsinki und bezeichnet die Stadt als eine "Macher-Stadt, in der Ideen zu Taten werden". Sie schätzt die Ausgewogenheit der Stadt, die sie als vielfältig, aber nicht überwältigend groß empfindet, und genießt es, im grünen Stadtteil Vuosaari zu leben.