Von traditioneller Planung zu agilem Szenariomanagement
Unternehmen vollziehen einen Wandel von der starren, traditionellen Planung hin zu flexibleren Ansätzen, die mehrere potenzielle Zukünfte berücksichtigen. Diese Veränderung erfordert solide Datenqualität und treiberbasierte Modelle.

Organisationen lösen sich von traditionellen, starren Planungsmethoden wie der jährlichen Budgetierung und Prognose und wenden sich agileren Ansätzen zu, die sich an ein unsicheres Geschäftsumfeld anpassen können. Eine FP&A Trends-Umfrage zeigt, dass 20 % der Organisationen überhaupt keine Szenarien ausführen können und weitere 25 % mehr als eine Woche für die Erstellung eines einzigen Szenarios benötigen. Dies unterstreicht einen erheblichen Mangel an Agilität bei der Bewältigung von Unsicherheiten.
Der Übergang zum Szenariomanagement hängt von drei Schlüsselkomponenten ab. Erstens ist der Zugang zu sauberen und aktuellen Daten entscheidend. Obwohl 36 % der Befragten keine einzige Quelle der Wahrheit angeben, ist die Verbesserung der Datenqualität unerlässlich. Zweitens ist die Identifizierung von Leistungstreibern, sowohl internen als auch externen, entscheidend für den Aufbau von treiberbasierten Modellen, die als "digitale Zwillinge" der Organisation fungieren und Geschäftsergebnisse vorhersagen.
Derzeit verfügen nur 5 % der Organisationen über vollständig treiberbasierte Modelle, und nur 16 % haben verknüpfte Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen und Cashflow-Erklärungen. Der Prozess der Szenarioentwicklung beinhaltet auch die Einbeziehung von Geschäftsmanagern zur Validierung von Treiber-Prognosen und zur Verfeinerung der Modelle. Erfolgreiches Szenariomanagement erfordert die Unterstützung des oberen Managements, da es einen grundlegenden Wandel in der Planungsmethode von Unternehmen darstellt.