FTC verklagt Amazon wegen systematischer Überteuerung von Werbeanzeigen
Die US-Handelskommission (FTC) und 22 Generalstaatsanwälte verklagen Amazon. Sie werfen dem Unternehmen vor, eine "geheime Werbeanzeigen-Zuschlagsgebühr" verwendet zu haben, um die Anzeigenpreise systematisch zu erhöhen.

Die US-Handelskommission (FTC) und 22 Generalstaatsanwälte haben eine Klage gegen Amazon eingereicht. In der Klageschrift wird dem E-Commerce-Giganten vorgeworfen, eine "geheime Werbeanzeigen-Zuschlagsgebühr" verwendet zu haben, um die Anzeigenpreise auf seinen Plattformen systematisch zu erhöhen.
Laut FTC-Vorsitzendem Andrew Ferguson wurden die höheren Anzeigenpreise "weitgehend an amerikanische Verbraucher weitergegeben". Die Klage besagt, dass Amazon gegen den FTC Act und mehr als ein Dutzend staatliche Gesetze verstoßen hat. Dieses Vorgehen folgt fast ein Jahr, nachdem Amazon zugestimmt hatte, 2,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um eine frühere FTC-Klage bezüglich seiner Prime-Abonnementpraktiken beizulegen.
Die Klageschrift beschreibt Amazons "Zweitpreisauktions"-System für Anzeigen auf seiner Plattform, bei dem der Gewinner des Bieterverfahrens einen Cent mehr als das zweithöchste Gebot zahlen soll. Die FTC behauptet, Amazon nutze diesen Mechanismus heimlich, um höhere Einnahmen zu erzielen und wettbewerbsfähige Preise aufrechtzuerhalten, auch wenn dies die tatsächlichen Werbeausgaben der Werbetreibenden erhöht.
Die angeblichen Praktiken von Amazon haben laut Klage den Wettbewerb auf dem Werbemarkt verzerrt und zu höheren Werbekosten geführt, was letztendlich die Verbraucherpreise beeinflusst. Die FTC strebt rechtliche Schritte an, um Amazons angebliche Verstöße gegen Wettbewerbsgesetze zu stoppen und einen fairen Wettbewerb im digitalen Anzeigenwesen zu gewährleisten.