FTC warnt Zahlungsdienstleister vor willkürlichen Kontokündigungen
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC prüft künftig die Praxis der Kontosperrungen bei Händlern durch große Zahlungsanbieter wie Stripe, PayPal, Visa und Mastercard.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat die Führungsspitzen von Stripe, PayPal, Visa und Mastercard offiziell vor unlauteren Praktiken bei der Kündigung von Händlerkonten gewarnt. Laut FTC-Chef Andrew N. Ferguson müssen Finanzdienstleister nachvollziehbare Regeln anwenden, da andernfalls Verstöße gegen den FTC Act vorliegen könnten.
Die Behörde kündigte an, im Verdachtsfall die internen Risiko-Algorithmen der Anbieter zu durchleuchten. Mögliche Konsequenzen reichen von zivilrechtlichen Strafen bis hin zu langjährigen behördlichen Auflagen. Dies schränkt die bisher weitgehend unkontrollierte Macht der Aggregatoren ein, Konten auf Basis automatisierter Analysen sofort einzufrieren.
Unternehmen wird geraten, ihre Abhängigkeit von einzelnen Zahlungsanbietern zu reduzieren. Durch die Anbindung mehrerer Acquirer und die Nutzung anbieterneutraler Tokenisierung können Händler den Risiken automatischer Sperren vorbeugen und ihren Cashflow absichern.