G7-Staaten lassen 100 Millionen Barrel Öl und Diesel frei
Die G7-Staaten kündigten am Freitag an, 100 Millionen Barrel Öl und Treibstoff freizugeben, mit einem signifikanten Anfangsvolumen an Diesel, um steigende Weltmarktpreise einzudämmen. Die Freigabe beginnt umgehend.

Die G7-Staaten, eine Gruppe wohlhabender Demokratien, kündigten am Freitag an, in den kommenden Wochen 100 Millionen Barrel Öl und Treibstoff aus strategischen Reserven freizugeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Dieselkraftstoff, dessen Preise kürzlich in den USA und Europa Rekordhöhen erreicht haben.
Ziel der koordinierten Freigabe ist es, das Marktangebot zu erhöhen und den Druck auf die Verbraucherpreise zu mindern. Diese sind durch eine Kombination von Faktoren gestiegen, darunter geopolitische Spannungen und Störungen der Lieferketten. Die Maßnahme folgt auf eine ähnliche, größere Freigabe durch Mitglieder der Internationalen Energieagentur im März.
Die G7, derzeit unter französischer Präsidentschaft, umfasst Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten sowie die EU. Die Entscheidung wurde im Anschluss an Videokonferenzgespräche der Staats- und Regierungschefs getroffen.
Marktanalysten gehen davon aus, dass die Freigabe zur Stabilisierung der Energiepreise beitragen könnte, obwohl die langfristigen Auswirkungen von einer anhaltenden Versorgung und geopolitischen Entwicklungen abhängen werden. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Inflationssorgen und einer globalen Konjunkturabschwächung.