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Technologie

Spieleerhalt wichtiger als Format, sagt Entwickler Hideki Kamiya

Spieleentwickler Hideki Kamiya hält die langfristige Erhaltung und Spielbarkeit von Spielen für wichtiger als die Debatte über physische oder digitale Veröffentlichungen. Er äußert Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Zugänglichkeit.

2. September 2026
Spieleerhalt wichtiger als Format, sagt Entwickler Hideki Kamiya
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Hideki Kamiya, der Spieleentwickler hinter Titeln wie "Okami", "Devil May Cry" und "Bayonetta", hat Bedenken hinsichtlich der langfristigen Erhaltung von Videospielen geäußert. Er argumentiert, dass die Frage, ob Spiele in Zukunft spielbar sein werden, bedeutender ist als die laufende Diskussion über physische oder digitale Formate.

Kamiya selbst kauft ausschließlich digitale Spiele, was bedeutet, dass das Verschwinden physischer Discs seine persönlichen Konsumgewohnheiten nicht direkt beeinflusst. Er befürchtet jedoch, dass mit der fortschreitenden Umstellung auf digitale Formate etwas Bedeutsameres verloren gehen könnte. Seine Hauptsorge gilt der Frage, wie ältere Spiele angesichts sich ständig weiterentwickelnder Hardware und Vertriebsplattformen zugänglich bleiben.

Kamiya betont, dass IP-Rechteinhaber die Verantwortung übernehmen müssen, um sicherzustellen, dass Spiele erhalten bleiben und für zukünftige Generationen spielbar sind. Er erinnerte an eine Anekdote mit dem verstorbenen Nintendo-Präsidenten Satoru Iwata, dem er frühe NES-Spiele brachte, die Iwata als Programmierer entwickelt hatte, um sie signieren zu lassen. Kamiya reflektiert darüber, wie solche persönlichen und historischen Erfahrungen in Zukunft schwierig zu replizieren sein könnten, wenn Spiele nicht aktiv gepflegt werden.

Der Entwickler weist darauf hin, dass viele klassische Spiele bereits auf moderner Hardware nicht mehr spielbar sind. Er hofft, dass die Rechteinhaber aktiv daran arbeiten werden, diese Titel auf zeitgemäße Plattformen zu bringen, nicht nur um ihre Spielbarkeit zu gewährleisten, sondern auch um die Spielkultur selbst zu erhalten und weiterzuentwickeln. Für Kamiya ging es schon immer um die Beständigkeit der Spiele, nicht um ihr Veröffentlichungsformat.

Originalquelle: ithome.com