Garo verzeichnet Ergebnisrückgang für 2022 trotz Umsatzanstieg
Der schwedische Elektrotechnikhersteller Garo steigerte seinen Jahresumsatz auf 1,39 Milliarden SEK, kämpfte jedoch mit Lieferengpässen und sinkenden Margen im E-Mobilitätssektor.

Garo schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Nettoumsatz von 1,39 Milliarden SEK ab, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank jedoch von 207,2 Millionen SEK im Jahr 2021 auf 152,8 Millionen SEK, was einer EBIT-Marge von 11 Prozent entspricht.
Besonders das Segment E-Mobility verzeichnete im vierten Quartal Einbußen. Mangelnde Verfügbarkeit elektronischer Bauteile beeinträchtigte die Produktionskapazitäten erheblich. Da die Marktnachfrage gleichzeitig auf vernetzte Ladetechnologie umschwenkte, wirkten sich die Lieferverzögerungen negativ auf die Verkaufszahlen aus. Um dem entgegenzuwirken, treibt das Unternehmen nun die Expansion auf dem deutschen Markt voran.
Das Segment Electrification entwickelte sich robuster und erzielte im vierten Quartal ein Umsatzplus von 11 Prozent. Treiber waren hier insbesondere Produkte für die Energieeffizienz und die elektrische Gebäudeinstallation, die von einer anhaltend stabilen Bautätigkeit profitierten. Zum Jahresende wurde Daniel Emilsson zum neuen Leiter dieses Geschäftsbereichs ernannt.
Das Unternehmen plant die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 SEK pro Aktie. Trotz der kurzfristigen Lieferprobleme, die voraussichtlich auch den Beginn des Jahres 2023 belasten werden, hält das Management an seiner positiven Prognose für den langfristigen Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa fest.