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Wissenschaft

Gasblasen auf Oberfläche eines roten Riesensterns erstmals detailliert abgebildet

Forscher der Chalmers University of Technology haben einmalige Bilder von Gasblasen auf der Oberfläche des roten Riesensterns R Doradus veröffentlicht. Die Beobachtungen liefern detaillierte Einblicke in stellare Konvektionsprozesse.

26. Juni 2026
Gasblasen auf Oberfläche eines roten Riesensterns erstmals detailliert abgebildet

Göteborg, Schweden – Ein Forscherteam der Chalmers University of Technology hat detaillierte Bilder von Gasblasen auf der Oberfläche des roten Riesensterns R Doradus veröffentlicht. Diese einzigartigen Beobachtungen, durchgeführt mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), bieten einen beispiellosen Einblick in die Oberflächenstruktur eines Sterns.

Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie konzentriert sich auf die stellare Konvektion. Dieser Prozess beinhaltet, dass heiße Gasblasen aus dem Kern eines Sterns an seine Oberfläche aufsteigen, sich abkühlen und wieder absinken, ähnlich wie in einer Lavalampe. Diese Bewegung verteilt Elemente, die im Kern erzeugt werden, und es wird angenommen, dass sie Sternwinde antreibt, die Materie in den Weltraum transportieren.

R Doradus befindet sich etwa 180 Lichtjahre von der Erde entfernt und sein Durchmesser ist etwa 350-mal so groß wie der unserer Sonne. Seine Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Analogon für das Verständnis der Zukunft unserer eigenen Sonne, da sie in etwa fünf Milliarden Jahren zu einem roten Riesen werden wird.

ALMA ermöglichte es dem Team, die Oberfläche von R Doradus über einen Monat hinweg zu beobachten und die Bewegung einzelner Gasgranula zu erfassen. Sie maßen die Geschwindigkeit dieser Granula und stellten fest, dass sie sich schneller bewegten als erwartet. Dies deutet darauf hin, dass sich die Konvektion in Sternen im Laufe des Alters auf Weisen verändert, die Wissenschaftler noch zu verstehen versuchen. Zukünftige Beobachtungen mit Instrumenten wie dem SKA Observatory werden voraussichtlich noch detailliertere Einblicke liefern, wie diese stellaren Blasen zu Phänomenen wie staubigen Sternwinden beitragen.

Originalquelle: chalmers.se