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Verbraucher

Gasum fordert Abbau von Hürden im europäischen Biomathanmarkt

Gasum, ein wichtiger Akteur auf dem europäischen Biomathanmarkt, drängt auf eine Überarbeitung grenzüberschreitender Vorschriften zur Förderung eines effizienteren paneuropäischen Biomathanhandels. Das Unternehmen betont die Notwendigkeit der Harmonisierung zur Steigerung der erneuerbaren Energienutzung und Emissionsreduzierung.

24. Juli 2026
Gasum fordert Abbau von Hürden im europäischen Biomathanmarkt

Gasum, ein bedeutender Akteur auf dem europäischen Biomathanmarkt, hat den Abbau grenzüberschreitender regulatorischer Hürden gefordert, um einen effizienteren paneuropäischen Biomathanmarkt zu ermöglichen. Das Unternehmen argumentiert, dass die volle Ausschöpfung des Potenzials von Biomathan eine Harmonisierung nationaler Vorschriften erfordert, was den freien Warenverkehr ermöglichen und die Energiesicherheit erhöhen würde.

Biomathan, hergestellt aus organischen Abfällen, bietet im Vergleich zu fossilen Brennstoffen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 90 %. Seine lokale Produktion innerhalb Europas unterstützt zudem die regionale Energieunabhängigkeit. Aktuelle nationale Gesetzgebungen und Fördermechanismen schränken jedoch seine grenzüberschreitende Nutzung ein, was zu Ineffizienzen führt und das Marktwachstum hemmt. Insbesondere nationale Fördersysteme können die Nutzung von Biomathan in bestimmten Anwendungen, wie dem Schwerlastverkehr, verhindern, wenn Biomathan in seinem Herkunftsland Subventionen erhalten hat.

Gasum schlägt vor, dass die Harmonisierung von Vorschriften und Fördermechanismen sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene die Lösung darstellt. Dies würde den regulatorischen Rahmen rationalisieren und den freien Verkehr von Biomathan in ganz Europa fördern. Ein einheitlicher Markt würde Produzenten eine breitere Kundenbasis und Kunden Zugang zu kostengünstigeren Quellen verschaffen und somit Effizienz und Innovation vorantreiben.

Eine zentrale Herausforderung ist das Fehlen eines einheitlichen Systems für Herkunftsnachweise. Unterschiedliche nationale Register schaffen Komplexität und Einschränkungen, die beispielsweise die Nutzung von französischem Biomathan in Schweden oder Norwegen verhindern. Auch das sogenannte Massenbilanzierungssystem, das die Nutzung von Biomathan, das in das Gasnetz eines Landes eingespeist wurde, in einem anderen Land ermöglicht, stößt auf Einschränkungen, insbesondere bei verflüssigtem Biomathan.

Gasum investiert erheblich in seine eigene Produktionskapazität und produziert derzeit jährlich 3 TWh erneuerbares Biogas mit dem Ziel, diese bis 2027 auf 7 TWh zu erhöhen. Das Unternehmen bezieht auch Biomathan von europäischen Produzenten. Gasums Ziel ist es, Transparenz und Zertifizierung entlang der gesamten Biomathan-Wertschöpfungskette vom der Produktion bis zur Endverwendung sicherzustellen und sich als zuverlässiger Partner für diejenigen zu positionieren, die nachhaltige Energielösungen suchen.

Originalquelle: gasum.com