Gasum sieht großes Potenzial in synthetischem Methan
Das Energieunternehmen Gasum hebt das Potenzial von E-Methan, synthetischem Methan aus grünem Wasserstoff, insbesondere für Schwerlastverkehr und Industrie, hervor.

Das Energieunternehmen Gasum sieht in der Produktion von synthetischem Methan, auch E-Methan genannt, das aus grünem Wasserstoff gewonnen wird, ein größeres Potenzial als in aktuellen Biogaslösungen.
E-Methan wird aus grünem Wasserstoff und Kohlendioxid hergestellt. Während Wasserstoff Herausforderungen bei Lagerung und Transport birgt, ist E-Methan einfach zu handhaben und nutzt die bestehende Infrastruktur und Technologie für methanbasierte Brennstoffe. Gasums Ziel ist es, bis 2027 jährlich sieben Terawattstunden (TWh) erneuerbares Biogas auf den Markt zu bringen.
Mikko Syrjänen, Direktor für Geschäftsentwicklung bei Gasum, betont, dass E-Methan für die grüne Transformation in Industrie, Schifffahrt und im schweren Straßentransport geeignet ist. Er stellt fest, dass es technisch mit Biogas und Erdgas kompatibel ist, was eine breite Einführung mit bestehenden Systemen ermöglicht.
Das Produktionspotenzial für E-Methan in den nordischen Ländern wird auf 207 TWh pro Jahr geschätzt, wobei erneuerbares Kohlendioxid aus Quellen wie der Forstindustrie und der Abfallverbrennung genutzt wird. Syrjänen hebt insbesondere den maritimen Sektor hervor, der EU-Emissionsreduktionsmandaten unterliegt, bei dem die Elektrifizierung mit der aktuellen Technologie jedoch nicht breit umsetzbar ist.
Marika Kokko, außerordentliche Professorin an der Universität Tampere, fügt hinzu, dass die Speicherung und Übertragung von elektrischer Energie als Kraftstoff, wie z. B. E-Methan, die effiziente Nutzung großer Energiemengen ermöglicht, insbesondere angesichts der Schwankungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien. Gasum beteiligt sich am HYGCEL-Projekt von Business Finland, das Wertschöpfungsketten für Elektrotreibstoffe entwickelt.