Gaumont zeigt frühe Tonfilmtechnik in seiner Ausstellung
Gaumonts Jubiläumsausstellung in Paris präsentiert ein Chronomegaphon von 1911, eine von Léon Gaumont erfundene frühe Ton-Bild-Synchronisationsmaschine.

Gaumonts Ausstellung "120 Jahre Kino: Gaumont, so lange wie das Kino existiert", die derzeit in Paris stattfindet, ist um ein bedeutendes Exponat reicher: ein Chronomegaphon aus dem Jahr 1911.
Die von Léon Gaumont erfundene Chronomegaphon war ein früher Versuch, aufgezeichneten Ton mit projizierten Filmen zu synchronisieren. Dieses "Sound on disc"-System nutzte einen Phonographenzylinder oder eine Scheibe zur Audioaufnahme, die dann mit dem Kinofilm synchron abgespielt wurde. Das Gerät verwendete ein Druckluftsystem für die Tonwiedergabe.
Das neu ausgestellte Chronomegaphon ist ein imposantes Gerät, das fast 450 Kilogramm wiegt und für den Transport in vier separaten Kisten verpackt werden musste. Seine Präsentation unterstreicht Gaumonts lange Innovationsgeschichte in der Kinotechnologie.
Dieses spezielle Chronomegaphon gehört zu den nur etwa fünfzig weltweit erhaltenen Exemplaren. Es befand sich zuvor seit 1914 im Besitz einer Familie, bevor es durch eine Auktion in den Besitz von Gaumont überging. Das Gerät ist nun ein zentraler Blickfang der Ausstellung im Centquatre-Paris. Die Ausstellung endete am 5. August 2015.