Gen Z spart fürs Alter und misstraut der gesetzlichen Rente
Fast ein Drittel der jungen Erwachsenen (18–30 Jahre) in Deutschland erwartet keine nennenswerte staatliche Rente. Fast die Hälfte ist besorgt über ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand, so eine neue Umfrage.

Frankfurt am Main – Fast ein Drittel (31 %) der 18- bis 30-Jährigen in Deutschland rechnet nicht mit einer gesetzlichen Rente im Alter. Dies zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von ING Deutschland und Visa. Die Sorge vor Altersarmut ist weit verbreitet, 83 % der jungen Menschen fürchten um ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand und sparen entsprechend für die Altersvorsorge (55 %).
ING Deutschland analysierte zudem anonymisierte Daten von rund 1,16 Millionen jungen Kundinnen und Kunden. Ein Drittel besitzt ein Wertpapierdepot, und fast die Hälfte davon (45 %) spart regelmäßig per Wertpapiersparplan, durchschnittlich etwa 350 Euro monatlich. Der Großteil fließt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs).
Die Umfrage offenbart auch geschlechterspezifische finanzielle Unterschiede: Junge Männer verfügen über rund 500 Euro mehr Netto-Netto-Einkommen pro Monat als junge Frauen, was sich auf die Sparquoten auswirkt. Langfristige Ziele wie Notfälle, Altersvorsorge und Immobilienkauf stehen im Vordergrund, Konsumgüter sind zweitrangig.
Der Bargeldgebrauch sinkt unter jungen Menschen, und Schulden werden hauptsächlich für größere Anschaffungen aufgenommen. "Die Gen Z setzt sich aktiv mit ihrer finanziellen Zukunft auseinander und baut Vermögen auf", sagte Bincy Kochalumoottil, Leiterin Daily Banking bei ING Deutschland. "Diese Generation erwartet einfache, sichere und zugängliche Möglichkeiten zum Sparen, Investieren und Bezahlen", ergänzte Tobias Czekalla, Visa Country Manager Germany.