Geschlechtervielfalt bei afrikanischen Tech-Startups verbessert sich langsam
Afrikas Tech-Startup-Ökosystem verzeichnet allmähliche Fortschritte bei der Geschlechtervielfalt. Ein neuer Bericht zeigt einen Anstieg des Anteils weiblicher Gründerinnen und Geschäftsführerinnen zwischen 2023 und 2025.

Die afrikanische Tech-Startup-Landschaft verzeichnet laut dem dritten Bericht "Diversity Dividend" von Disrupt Africa eine langsame, aber stetige Verbesserung der Geschlechtervielfalt in Führungspositionen zwischen 2023 und 2025. Der Anteil der Startups mit mindestens einer weiblichen Mitgründerin stieg von 14,6 % im Jahr 2023 auf 19,2 % im Jahr 2025. Gleichzeitig erhöhte sich der Prozentsatz der von weiblichen Geschäftsführerinnen geleiteten Startups von 9,6 % auf 12,1 % im selben Zeitraum.
Der Bericht, der 3.331 beobachtete Startups analysiert, kombiniert quantitative und qualitative Daten. Obwohl die Gesamtlanschaft weiterhin männerdominiert ist, deuten die Zuwächse – ein Anstieg von fast fünf Prozentpunkten bei weiblichen Mitgründerinnen und drei Prozentpunkten bei weiblichen Geschäftsführerinnen über drei Jahre – auf eine positive Richtung hin. Ein erheblicher Teil dieser Verbesserung wird den Beiträgen aus den vier größten Märkten Afrikas zugeschrieben: Südafrika, Nigeria, Ägypten und Kenia, die die Lücke zu kleineren, zuvor führenden Märkten geschlossen haben.
Nigeria und Kenia zeigten ein bemerkenswertes Wachstum bei der Vertretung von Frauen in Gründerteams und als Geschäftsführerinnen. In Nigeria stieg der Anteil der Startups mit weiblichen Mitgründerinnen von 16,5 % auf 22 % und der von weiblich geführten Geschäftsführerinnen von 10,8 % auf 13,1 %. Kenia meldete 23,6 % weibliche Repräsentation in Gründerteams und 16,7 % weibliche Geschäftsführerinnen.
Während kleinere Märkte wie Sambia und Ruanda historisch eine höhere Vielfalt aufwiesen, holen die großen Märkte auf. Einige Länder, wie Kamerun und Tunesien, verzeichneten Rückgänge. In entwickelteren Märkten wie der Elfenbeinküste ist die Vertretung von Frauen in Gründerteams weiterhin minimal.
Die branchenspezifische Analyse zeigt, dass Legal Tech, E-Health, EdTech, Rekrutierung und HR, E-Commerce und Retail Tech, Agritech sowie Unterhaltung im Hinblick auf die Geschlechtervielfalt am besten abschneiden. FinTech, die größte Vertikale nach Anzahl der Startups und Investitionen, liegt mit 16,5 % weiblichen Mitgründerinnen und 8,9 % weiblichen Geschäftsführerinnen weiterhin zurück, verzeichnete aber ebenfalls ein gewisses Wachstum.