General Motors beschleunigt Batterieentwicklung durch KI-gestützte Simulationen
General Motors hat mittels Computermodellen innerhalb eines Monats über 300.000 Batterietests durchgeführt und strebt eine Halbierung der Fahrzeugentwicklungszeit an.

General Motors (GM) nutzt verstärkt künstliche Intelligenz und virtuelle Simulationen, um den Entwicklungsprozess neuer Batterietechnologien zu verkürzen. Durch massiven Computereinsatz wurden über 300.000 Konfigurationen für Lithium-Mangan-reiche (LMR) Batteriezellen in weniger als einem Monat getestet – ein Rechenaufwand, der bei sequenzieller Abarbeitung Jahrzehntausende in Anspruch nehmen würde.
Laut dem Chief Product Officer Sterling Anderson ermöglicht diese Methode eine deutlich umfassendere Analyse chemischer Kombinationen und thermischer Belastungen, als dies mit herkömmlichen physischen Prototypen möglich wäre. GM plant, diesen KI-Ansatz auf den gesamten Fahrzeugentwicklungsprozess auszuweiten, um die Zeitspanne von der Konzeptphase bis zur Marktreife von derzeit vier bis fünf Jahren auf etwa zwei Jahre zu reduzieren.
Diese Beschleunigung soll dem Konzern mehr Agilität in einem volatilen Marktumfeld verleihen, das durch schwankende regulatorische Rahmenbedingungen und unvorhersehbare globale Lieferketten geprägt ist. Die verkürzten Zyklen sollen es ermöglichen, schneller auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren.
Im Rahmen des Joint Ventures Ultium Cells mit LG Energy Solution bereitet sich GM auf den Produktionsstart der LMR-Zellen im Jahr 2028 im Werk Spring Hill, Tennessee, vor. Die LMR-Batterien sollen durch den Einsatz kostengünstigerer Minerale wie Mangan die Reichweite erhöhen und gleichzeitig das Gewicht der Fahrzeuge senken.