General Motors reduziert Autoentwicklungszeit durch KI um die Hälfte
General Motors setzt auf KI-Tools und fortschrittliche Simulationen, um den Design- und Produktionsprozess von Fahrzeugen zu beschleunigen, mit dem Ziel, die Entwicklungszeiten zu halbieren.

General Motors (GM) setzt künstliche Intelligenz und fortschrittliche Simulationstechnologien ein, um seinen Entwicklungsprozess für Fahrzeuge erheblich zu beschleunigen. Ziel ist es, die Entwicklungszeiten für neue Modelle von der Konzeption bis zur Produktion zu halbieren.
Der Automobilhersteller strebt an, den typischen Entwicklungszyklus von vier bis fünf Jahren auf nur noch zwei Jahre zu verkürzen, wie Sterling Anderson, Chief Product Officer von GM, mitteilte. Diese Umgestaltung integriert KI, generatives Design und fortschrittliche Simulationen über die gesamte Prozesskette hinweg – vom anfänglichen Design und Engineering bis hin zu Tests und Fertigung –, alles innerhalb eines einheitlichen digitalen Modells.
"Dies ist ein neues Betriebssystem für die Produktentwicklung", erklärte Anderson. Der neue Arbeitsablauf verlagert sich von sequenziellen zu parallelen Entwicklungsprozessen, wodurch Teams gleichzeitig arbeiten können. Beispielsweise können aerodynamische Eigenschaften und Sicherheitssysteme parallel zur Fahrzeugkarosseriestruktur entwickelt werden, wobei Änderungen sofort abteilungsübergreifend geteilt und integriert werden.
KI-gestützte virtuelle Tests, einschließlich Crashtests und Manöversimulationen, ermöglichen die frühzeitige Erkennung und Korrektur von Designschwächen. Jason Fischer, Executive Director für Virtual Integration Engineering bei GM, betonte, wie die umfangreichen Testdaten des Unternehmens die Fähigkeit der KI verbessern, eine breitere Palette von Szenarien zu simulieren und die Robustheit von Fahrzeugen für reale Bedingungen zu erhöhen.
Dieser aktualisierte Entwicklungsansatz beeinflusst bereits die Produkteinführungen von GM. Der V8-Motor für den neuen Chevrolet Silverado beispielsweise wurde unter Verwendung Tausender Simulationen der Brennkammer entwickelt, was die Designzeit verkürzte und die Produktionskosten für Prototypen um 20 Prozent senkte. Obwohl die Verbraucher möglicherweise keine sofortigen visuellen Veränderungen bemerken, verspricht der beschleunigte Zyklus häufigere Modellaktualisierungen und eine schnellere Umsetzung neuer Konzepte.