Genf teuerste Stadt für Bauprojekte – Arcadis-Index zeigt neue Prioritäten
Laut Arcadis' International Construction Cost Index 2026 ist Genf die weltweit teuerste Stadt für Bauvorhaben. Der Index hebt die wachsende Bedeutung von Kosten-, Kapazitäts- und Risikokontrolle hervor.

Genf behauptet laut dem International Construction Cost Index 2026 von Arcadis weiterhin den Spitzenplatz als weltweit teuerste Stadt für Bauprojekte. London und Zürich folgen auf den Plätzen zwei und drei der jährlichen Rangliste, die 100 internationale Metropolen vergleicht.
Der Index zeigt, dass sich die teuersten Baumärkte weiterhin in etablierten und komplexen Städten mit hoher Nachfrage und begrenzten Umsetzungskapazitäten befinden. Dies sind oft Städte mit hohen Anforderungen an Infrastruktur und Logistik.
Das Marktumfeld hat sich gewandelt: Von inflationsbedingter Unsicherheit hin zu einer selektiveren Investitionsphase. Bauherren investieren verstärkt in zukunftsorientierte Projekte wie moderne Arbeitswelten, Gesundheitseinrichtungen, Rechenzentren und Anlagen für die hochentwickelte Fertigung, die für die digitale Transformation und Energiewende zentral sind. Gleichzeitig setzen höhere Finanzierungskosten und Lieferkettenengpässe die Wirtschaftlichkeit unter Druck.
Arcadis betont, dass Baukosten nicht mehr nur ein reiner Preisindikator sind. Der Index verdeutlicht, wo Kosten, Kapazitäten, Umsetzungsrisiken und Investitionssicherheit zusammenfallen. Investitionen fließen dorthin, wo Projekte verlässlich und wirtschaftlich realisierbar sind. Auch in kostengünstigeren Regionen sind eine sorgfältige Prüfung der Marktreife und der Lieferkettenkapazitäten entscheidend für den Projekterfolg.