Genf bleibt teuerstes Pflaster für Bauprojekte laut Arcadis
Genf behält laut Arcadis' Index 2026 seine Spitzenposition als teuerste Stadt der Welt für den Bau. Kunden suchen mehr Kontrolle über die Lieferzuverlässigkeit.

Genf ist laut dem International Construction Cost Index 2026 von Arcadis weiterhin die teuerste Stadt der Welt für Bauvorhaben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen London und Zürich.
Der jährliche Index, der die Baukosten in 100 Großstädten vergleicht, zeigt, dass die höchsten Kostenmärkte in reifen, komplexen Städten mit hoher Nachfrage und begrenzter Lieferkapazität konzentriert sind. München, Kopenhagen, New York City, San Francisco, Dublin, Bristol und Philadelphia vervollständigen die Top Ten.
Der breitere Marktkontext hat sich von inflationsbedingter Unsicherheit zu einer selektiveren Investitionsphase verschoben. Kapital fließt zunehmend in komplexe, leistungsstarke Vermögenswerte, die langfristiges Wachstum unterstützen, wie moderne Arbeitsplätze, Gesundheitseinrichtungen und Rechenzentren. Höhere Finanzierungskosten, Energievolatilität und Lieferkettenbeschränkungen erhöhen den Druck auf die Projektrentabilität und unterstreichen den Wert früher Kostendaten, Szenarioplanung und Beschaffungsstrategie.
Arcadis hebt hervor, dass die Baukosten nicht mehr nur ein Maß für den Preis sind, sondern die Konvergenz von Kosten, Kapazität, Lieferrisiko und Investitionsvertrauen widerspiegeln. Projekte werden zunehmend auf der Grundlage realer Bedingungen und lokaler Gegebenheiten geplant und beschafft. Das Unternehmen stellt fest, dass auch in kostengünstigeren Märkten die Sicherstellung der Marktbereitschaft und Lieferresilienz entscheidend ist, bevor Kapital zugesagt wird.