Geologische Studie verbindet Erdmantel-Strömungen mit der Großen Diskordanz
Forscher führen die geologische Lücke der sogenannten Großen Diskordanz auf die großflächige Bewegung von Kontinenten durch Mantelströmungen zurück.

In der geologischen Schichtung des Grand Canyon klafft eine Lücke von bis zu einer Milliarde Jahren, die als Große Diskordanz bekannt ist. Eine im Fachjournal Nature veröffentlichte Untersuchung von Nicolas Flament und Santosh Dhungana legt nahe, dass Strömungen im Erdmantel für diesen massiven Verlust an geologischer Geschichte verantwortlich sind.
Die wissenschaftlichen Modelle zeigen, dass heiße Gesteinsströmungen im Erdinneren Kontinentalplatten über Zeiträume von mehreren hundert Millionen Jahren anhoben. Durch diese Hebung wurden die Gesteinsschichten massiv durch Gletscher abgetragen, bevor die Kruste erneut absank und von jüngeren Sedimenten überlagert wurde.
Die Studie stützt sich auf geologische Daten aus Nordamerika, Nordeuropa und China, die auf einen Zeitraum vor 482 bis 635 Millionen Jahren datiert wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie tektonische Prozesse im Inneren des Planeten die Erdoberfläche über Äonen hinweg grundlegend umgestaltet haben.