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Technologie

Georgia Tech nutzt Körper als Verkabelung für Implantate

Forscher der Georgia Tech entwickeln ein neues Netzwerk-System für medizinische Implantate. Die Technologie nutzt Körpergewebe zur Signalübertragung anstelle von Funkwellen.

30. September 2026
Georgia Tech nutzt Körper als Verkabelung für Implantate

Forscher der Georgia Tech haben ein neuartiges Netzwerk-System entwickelt, das die Kommunikation zwischen medizinischen Implantaten wie Herzschrittmachern und Insulinpumpen ermöglicht. Die zentrale Neuerung besteht darin, die körpereigenen Gewebe zur Signalübertragung zu nutzen, anstatt auf traditionelle Antennen und Funkwellen zurückzugreifen.

Aktuelle in Implantaten verwendete Funkprotokolle wie Bluetooth Low Energy oder NFC sind für die Datenübertragung innerhalb des Körpers ineffizient. Alex Abramson, Ingenieur an der Georgia Tech und Co-Autor der Studie, hebt hervor, dass Funkkommunikation erhebliche Energiemengen verbraucht. Bluetooth-Komponenten können, wenn sie aktiv sind, die Batterielaufzeit eines Implantats um bis zu 90 Prozent reduzieren, was eine kontinuierliche, latenzarme Kommunikation erschwert.

Der neue Ansatz zielt darauf ab, das Problem des Energieverbrauchs zu lösen und die Zuverlässigkeit der Kommunikation zwischen Implantaten zu verbessern. Durch die Nutzung von Körpergewebe soll eine zuverlässigere und energieeffizientere Methode für die koordinierte Funktion von Implantaten geschaffen werden. Dies könnte zu einer besseren Behandlung chronischer Krankheiten und einer verbesserten Patientenerfahrung führen.

Die Forschung der Georgia Tech stellt einen Schritt in Richtung integrierterer und funktionalerer medizinischer Geräte dar, die nahtlos im menschlichen Körper operieren.

Originalquelle: arstechnica.com