Bundeswehr bestellt IdZ-ES Soldatensysteme bei Rheinmetall für rund 1,04 Milliarden Euro
Rheinmetall hat einen neuen Auftrag über IdZ-ES Soldatensysteme von der Bundeswehr erhalten. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 1,04 Milliarden Euro brutto.

Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag über IdZ-ES Soldatensysteme von der Bundeswehr erhalten. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat bei Rheinmetall Electronics GmbH eine Abrufbestellung im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags für zusätzliche „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) aufgegeben. Der Auftragswert beträgt rund 1,04 Milliarden Euro brutto.
Der Vertrag umfasst die Modernisierung bestehender Systeme sowie die Lieferung von 237 zusätzlichen Gruppen-Systemen, womit weitere 8.600 Soldaten ausgerüstet werden. Die Auslieferung soll zwischen November 2027 und Dezember 2029 erfolgen. Insgesamt wird die Bundeswehr dann über 353 Gruppe-Systeme mit über 12.000 Einzelausrüstungen verfügen.
Ein Gruppen-System besteht typischerweise aus 35 Einzelsoldatensystemen und einer Gruppenausstattung mit Peripheriegeräten, darunter fortschrittliche IT-Ausrüstung, Optik, Optronik sowie Bekleidung, Schutz- und Trageausrüstung. Rheinmetall ist als Generalunternehmer für das System verantwortlich und koordiniert über 30 Unterauftragnehmer.
Bereits im Februar 2025 schloss das BAAINBw einen Rahmenvertrag mit Rheinmetall für die Beschaffung weiterer IdZ-ES-Systeme mit einem Höchstwert von 3,1 Milliarden Euro brutto ab. Dieser Vertrag läuft bis Ende 2030 und beinhaltete bereits eine Festbestellung zur Modernisierung von 68 bereits genutzten Systemen und zur Beschaffung von 24 neuen Gruppe-Systemen im Wert von rund 417 Millionen Euro.
Die modernisierten Systeme werden an den neuesten Stand der Technik angepasst und ermöglichen die Anbindung an das Informations- und Kommunikationsnetzwerk „Digitalisierung der Landoperationen“ (D-LBO), teils über Fahrzeugplattformen. Dies stärkt die Fähigkeiten im digitalen Gefechtsfeld und die Effizienz des Informationsaustauschs.