Task Force untersucht Handel mit potenziell gestohlenen Arzneimitteln
Brandenburgische Behörden haben eine Task Force zur Aufklärung des Handels mit Arzneimitteln eingerichtet, die mutmaßlich aus Griechenland gestohlen wurden. Dem betroffenen Pharmahändler Lunapharm wurde die Betriebserlaubnis entzogen.

Die zuständigen Behörden im Land Brandenburg haben eine Task Force einberufen, um den Handel mit potenziell gestohlenen Arzneimitteln aus Griechenland aufzuklären. Im Fokus steht der Brandenburger Pharmahändler Lunapharm Deutschland GmbH. An der Untersuchung beteiligen sich neben Verwaltungsexperten auch Fachvertreter der Arzneimittelkommission (AMK) und der AkdÄ.
Betroffen sind Medikamente, deren Haltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Es besteht der Verdacht, dass diese in Griechenland gestohlen und über Lunapharm weiterverkauft wurden. Eine Liste der betroffenen Präparate wurde auf der Webseite des zuständigen Ministeriums veröffentlicht. Dem Pharmahändler Lunapharm wurde inzwischen die Betriebserlaubnis entzogen.
Die griechischen Behörden wurden um eine Stellungnahme gebeten, ob es sich bei den gelieferten Arzneimitteln tatsächlich um Diebesgut handelt. Die Ergebnisse der laufenden Laboranalysen zur Überprüfung der Rückstellmuster stehen noch aus. Es wird auch geprüft, ob bei kühlpflichtigen Arzneimitteln der erforderliche Transport nach Deutschland gewährleistet wurde.
Für verunsicherte Patienten wurde ein Infotelefon eingerichtet, das Auskunft über die Rückrufaktionen gibt und über mögliche gesundheitliche Risiken durch die Anwendung der betroffenen Medikamente informiert. Apotheker werden gebeten, Patienten auf dieses Angebot hinzuweisen.