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Deutsche Biokraftstoffverbände lehnen EU-Richtlinienänderung ab

Deutsche Biokraftstoffverbände kritisieren den Vorschlag der EU-Kommission zur Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II). Sie befürchten, dass das Vorhaben die Erreichung von Klimazielen gefährdet.

9. Oktober 2026
Deutsche Biokraftstoffverbände lehnen EU-Richtlinienänderung ab
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Vertreter der deutschen Biokraftstoffwirtschaft, darunter der OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie, lehnen den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) entschieden ab. Die Verbände befürchten, dass die vorgeschlagene Neuausrichtung die Erreichung der EU-Klimaziele im Verkehrssektor gefährdet.

Die Kernkritik richtet sich gegen die geplante Einschränkung biogener Kraftstoffe aus Anbaubiomasse zugunsten sogenannter fortschrittlicher Biokraftstoffe. Die Verbände argumentieren, dass dies zu einem Anstieg fossiler Kraftstoffe führen würde, da fortschrittliche Alternativen und Elektromobilität die Lücke bis 2030 nicht füllen könnten. Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse seien zudem die kostengünstigste Alternative zu fossilen Kraftstoffen.

Die deutsche Biokraftstoffwirtschaft verweist auf die Bedeutung von Biokraftstoffen für die Erreichung der Klimaziele. Im Jahr 2015 trugen sie etwa 5 Prozent zum Energieverbrauch im deutschen Verkehrssektor bei und vermieden rund 6,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Zudem leisten die aus der Verarbeitung gewonnenen Koppelprodukte wie Rapsschrot einen wichtigen Beitrag zur heimischen Eiweißfutterversorgung.

Die Verbände fordern die Beibehaltung einer Quote für alle erneuerbaren Kraftstoffe bis 2030 und die Beibehaltung des 2015 beschlossenen Höchstbeitrags von 7 Prozent für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse bis 2030. Darüber hinaus plädieren sie für die Weiterentwicklung und Verzahnung der in Deutschland etablierten Treibhausgasminderungs-Pflicht mit der RED II.

Originalquelle: ovid-verband.de