Fiktiver Schwarzmarkthandelsverband "dankt" Regierung für geplante Tabaksteuererhöhungen
Der fiktive Bundesverband Deutscher Schwarzmarkthändler (BDS) begrüßt geplante Tabaksteuererhöhungen. Die satirische Mitteilung warnt vor wachsendem illegalen Handel und soll die Folgen von Steuererhöhungen überspitzt darstellen.

Berlin – Der fiktive Bundesverband Deutscher Schwarzmarkthändler (BDS) hat sich in einer satirischen Pressemitteilung bei der Bundesregierung für die geplanten Tabaksteuererhöhungen bedankt, die ab Juli 2026 in Kraft treten sollen. Der Verband behauptet, die Anhebung der Steuern schaffe "ideale Wachstumsbedingungen" für Schmuggel, grenzüberschreitende Einkäufe und den Schwarzmarkt.
Der imaginäre Verbandsvorsitzende Karl Kippe erklärte, die Steuererhöhungen seien ein „umfassendes Förderprogramm“ für den illegalen Handel. „Jede weitere Preiserhöhung verbessert unsere Wettbewerbsposition gegenüber dem legalen Handel. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken“, so Kippe. Der Verband gibt an, sich auf Wachstum vorzubereiten, indem er neue Lagerkapazitäten erschließt und Personal für die grenzüberschreitende Logistik sucht.
Der BDS äußert sich zudem erfreut über die Erwartung der Regierung, Milliarden an zusätzlichen Tabaksteuereinnahmen zu erzielen. Laut Verband profitiert der illegale Handel vom Schrumpfen des legalen Marktes und dem Übergang von Verbrauchern zu unversteuerten Waren, während die Konkurrenz sich selbst täusche. Dies biete „beste Expansionsmöglichkeiten“ für unregulierte Akteure.
Der Verband verwies auch auf Erfahrungen aus dem europäischen Ausland, wie Frankreich und die Niederlande. Dort hätten hohe Tabaksteuern laut BDS „eindrucksvoll“ das Wachstum des illegalen Handels gefördert. „Wir freuen uns, dass Deutschland diesen erfolgreichen Weg nun ebenfalls einschlägt“, heißt es in der Mitteilung.
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) veröffentlichte diese Erklärung als satirischen Kommentar. Die Mitteilung übertreibe bewusst die aus Sicht des Verfassers zu erwartenden Folgen drastischer Tabaksteuererhöhungen für den illegalen Handel.