Unternehmensinsolvenzen in Deutschland stiegen 2024 um 23,1%
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland stieg 2024 um 23,1 % auf 21.964 Fälle. Für 2025 wird ein weiterer Anstieg prognostiziert.

Im Jahr 2024 meldeten 21.964 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an. Dies entspricht einem Anstieg von 23,1 % gegenüber dem Vorjahr und ist die höchste Zahl seit 2015. Laut einer Analyse des Informationsdienstleisters CRIF haben sich die insolvenzbedingten Schäden auf 55 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.
CRIF prognostiziert für 2025 einen weiteren Anstieg der Insolvenzen auf bis zu 26.000 Fälle, was einem Zuwachs von bis zu 18,4 % entspricht. Unternehmen in Deutschland sehen sich weiterhin erhöhtem Kostendruck durch Energiepreise, Lieferkettenprobleme und geopolitische Unsicherheiten gegenüber, verschärft durch eine gesunkene Kaufkraft der Verbraucher.
Die zunehmende Zahl von Großinsolvenzen birgt das Risiko von Dominoeffekten, die weitere Unternehmen in die Insolvenz ziehen könnten. Zwar gelten rund 90 % der deutschen Unternehmen als finanziell stabil, doch rund 312.000 Unternehmen befinden sich aktuell in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Berlin verzeichnete mit 114 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen die höchste Insolvenzquote, womit die Stadt über dem Bundesdurchschnitt von 71 liegt. Die höchsten absoluten Zahlen an Unternehmensinsolvenzen wurden in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg registriert. Einzig Bremen verzeichnete einen Rückgang der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr.