Deutscher Unterhaltungsmarkt: 111 Mrd. Euro Umsatz – Wohin fließt das Geld?
Im Jahr 2024 gaben Deutsche 111,6 Milliarden Euro für Unterhaltung und Medien aus, was Deutschland zum fünftgrößten Markt weltweit macht. Bis 2029 wird ein weiterer Anstieg auf 126,1 Milliarden Euro erwartet.

Im Jahr 2024 gaben die Deutschen insgesamt 111,6 Milliarden Euro für Unterhaltung und Medien aus. Damit ist Deutschland der fünftgrößte Markt weltweit, hinter den USA, China, Japan und Großbritannien. Bis 2029 wird ein weiteres Wachstum auf 126,1 Milliarden Euro prognostiziert, wobei sich die treibenden Kräfte hinter diesem Wachstum überrraschend entwickeln.
Das Videostreaming war 2024 das am schnellsten wachsende Segment mit einem Zuwachs von 18 Prozent. Insbesondere werbefinanzierte Modelle legten um 37 Prozent zu. Dies liegt teilweise daran, dass Verbraucher nach Kosteneinsparungen suchen und angesichts steigender Abonnementgebühren günstigere, werbeunterstützte Dienste bevorzugen. Plattformen wie Netflix und Disney+ bieten mittlerweile Werbevarianten an.
Der Musikmarkt zeigt ein anderes Bild. Im Jahr 2025 erzielten die deutschen Musikverkäufe 2,42 Milliarden Euro, wobei Streaming 84,4 Prozent ausmachte. Im Gegensatz zu Video spielen werbefinanzierte Musikdienste eine untergeordnete Rolle, da Hörer Werbeunterbrechungen zwischen Liedern als deutlich störender empfinden als vor Filmbeginn.
Gaming stellt eine weitere bedeutende Säule der deutschen Unterhaltungsindustrie dar. Im Jahr 2025 erwirtschaftete der deutsche Games-Sektor 9,4 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Online-Gaming-Dienste überschritten erstmals die Milliarden-Euro-Marke und haben sich seit 2019 verdoppelt.
Mit der wachsenden Vielfalt an Konsumentenoptionen steigt auch der Bedarf an Vergleichsplattformen. Sowohl im Streaming- als auch im Gaming-Bereich wächst die Nachfrage nach transparenten und informativen Diensten. Unternehmen, die den Nutzern faktenbasierte Informationen liefern, binden sie wahrscheinlich langfristig.