DUH und Bundestagsabgeordnete sammeln alte Handys
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet eine Sammelaktion für alte Mobiltelefone unter Beteiligung von Bundestagsabgeordneten. Ziel ist die Förderung von Wiederverwendung und Recycling.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages verschiedener Fraktionen eine Sammelaktion für ausgediente Handys ins Leben gerufen. Die Aktion, die bis zum 23. Dezember 2026 läuft, lenkt den Fokus auf die 167 Millionen ungenutzten Altgeräte, die in deutschen Haushalten lagern.
Diese alten Geräte enthalten beträchtliche Mengen wertvoller Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer, Silber und Gold. Laut DUH werden die gesammelten Handys geprüft und, wenn möglich, zur Wiederverwendung aufbereitet. Nicht mehr nutzbare Geräte werden durch einen zertifizierten Recycler aufbereitet, wobei Schadstoffe umweltgerecht behandelt werden.
Die teilnehmenden Bundestagsabgeordneten sammeln die Geräte sowohl in ihren Berliner Büros als auch in ihren Wahlkreisbüros bundesweit, was Bürgern eine einfache Abgabemöglichkeit bietet. Ein Teil der Erlöse aus der Sammlung wird zur Unterstützung von DUH-Umweltschutzprojekten in Deutschland verwendet. Die Kampagne zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch und die CO2-Emissionen bei der Herstellung neuer Geräte zu reduzieren.
Abgeordnete von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke unterstützen die Initiative. Sie betonen die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die Rohstoffsicherung, den Umweltschutz und die Verringerung der Abhängigkeit von Importen. Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz zufolge spart die Wiederverwendung eines einzigen Smartphones 14 Kilogramm Ressourcen und 58 Kilogramm Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Neuanschaffung.
Über ein Dutzend Bundestagsmitglieder sind in ihren jeweiligen Wahlkreisen an der Sammelaktion beteiligt. Die Kampagne soll Verbraucher auf den Wert alter Geräte und die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit Elektroschrott aufmerksam machen.