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Einzelhandel

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Supermärkte wegen Verpackungsmüll

Eine neue Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass deutsche Supermärkte und Discounter weiterhin erhebliche Mengen an Verpackungsmüll produzieren. Nur Biomärkte schnitten im Test zufriedenstellend ab.

24. September 2026
Deutsche Umwelthilfe kritisiert Supermärkte wegen Verpackungsmüll

Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat großen Lebensmittel- und Discounterketten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Laut dem dritten bundesweiten Verpackungscheck der DUH haben viele Ketten wie Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl und Norma weiterhin ein erhebliches Müllproblem durch übermäßige Verpackungen und ein unzureichendes Angebot an unverpackten Lebensmitteln und Mehrweglösungen.

Bei der Untersuchung von 48 Filialen wurden gravierende Mängel festgestellt. Der Anteil verpackter Obst- und Gemüseangebote lag im Durchschnitt bei 66 Prozent, was eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Insbesondere Aldi Nord hat den Anteil verpackter Ware erhöht. Bei Getränken waren Mehrwegflaschen bei Aldi Nord, Aldi Süd und Lidl kaum zu finden, bei Norma nur in 21 Prozent der Fälle.

Die DUH fordert von der Politik ein Umdenken und fordert verbindliche Vorgaben zur Abfallvermeidung. Dazu gehören eine Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen und -Dosen, verbindliche Mehrwegquoten für Getränke, Milch und Wein sowie die Umlage der Plastiksteuer auf die verantwortlichen Unternehmen. Die gesetzliche Mehrwegquote für Getränke von 70 Prozent wird im Handel laut DUH-Test mit durchschnittlich nur 30 Prozent deutlich unterschritten.

Nur Biomärkte wie Bio Company, Alnatura und Denns erhielten gute Bewertungen. Sie zeigten, dass verpackungsarme Einkaufsoptionen möglich sind, indem sie beispielsweise einen hohen Anteil an unverpacktem Obst und Gemüse anbieten und konsequent auf Mehrweglösungen setzen. Die DUH appelliert an die großen Handelsketten, von den Biomärkten zu lernen und ihre Anstrengungen zur Abfallvermeidung zu intensivieren.

Originalquelle: duh.de