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Wissenschaft

Deutsche Umwelthilfe: Fast eine Million Bäume aus deutschen Städten verschwunden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) meldet den Verlust von über 900.000 Bäumen in deutschen Städten zwischen 2018 und 2025. Die schwindende Stadtbegrünung erhöhe die Hitzebelastung für Anwohner.

17. Oktober 2026
Deutsche Umwelthilfe: Fast eine Million Bäume aus deutschen Städten verschwunden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am Dienstag, den 9. Juni 2026, eine Studie veröffentlicht, die einen alarmierenden Rückgang des Baumbestands in deutschen Städten aufzeigt. Demnach sind zwischen 2018 und 2025 über 900.000 Bäume in den untersuchten 195 Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern verschwunden.

Der „Hitze-Check 2026“ der DUH bewertet die Städte hinsichtlich ihres Baum- und Grünflächenbestands sowie der Zunahme der Flächenversiegelung. Nur sieben Städte erreichen den wissenschaftlich empfohlenen Wert von 30 Prozent Baumüberhang. Insbesondere Offenburg, Lahr und Mannheim schneiden schlecht ab, während Kiel und Wuppertal positiv hervorstechen.

Die DUH fordert von Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken einen verbindlichen Hitzeschutz-Masterplan. Die Organisation plädiert für die Umsetzung der „3-30-300-Regel“, wonach Bürger mindestens drei Bäume von zu Hause aus sehen, in einem 30-prozentigen Baumumfeld leben und eine Grünfläche innerhalb von 300 Metern erreichen sollten.

DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz kritisierte die Untätigkeit der Bundesregierung angesichts der Klimakrise und die Förderung der Flächenversiegelung durch Neubauprojekte. Sie warnte vor „menschenfeindlichen Betonwüsten“ und forderte verbindliche Vorgaben für Entsiegelung und mehr Stadtgrün bei allen Bauvorhaben.

Originalquelle: duh.de