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Deutsche Umwelthilfe kritisiert Verpackungsgesetz, ehrt Mehrweg-Innovationen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veranstaltete die bisher größte deutsche Konferenz zu Mehrwegsystemen und kritisierte das neue Verpackungsgesetz scharf für mangelnde Förderung.

13. Juni 2026
Deutsche Umwelthilfe kritisiert Verpackungsgesetz, ehrt Mehrweg-Innovationen

Berlin, 12. Juni 2026 – Über 550 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zur vierten Deutschen Mehrwegkonferenz zusammen, die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) ausgerichtet wurde. Die Veranstaltung verdeutlichte das wachsende Interesse an Mehrwegsystemen als Schlüssel zur Ressourcenschonung und zur Erreichung der EU-Abfallvermeidungsziele.

Die DUH kritisierte das am Vortag beschlossene neue Verpackungsgesetz als verpasste Chance für Innovationen im Mehrwegbereich. Sie fordert eine zentral koordinierte und verbindliche finanzielle Förderung von Mehrwegsystemen, anstatt dass Unternehmen lediglich aus freiwilligen Einzelmaßnahmen wählen können, ohne ausreichende Transparenz und Kontrolle.

Im Rahmen der Konferenz wurde auch der "Mehrweg-Innovationspreis" verliehen. Ausgezeichnet wurden dotch für ein hersteller- und händlerübergreifendes Glash mehrwegsystem für Lebensmittelverpackungen wie Öl und Essig. Sykell erhielt den Preis für seine KI-gestützte Circular ERP-Plattform zur Digitalisierung und Optimierung der Verpackungslogistik. Die Plöckl Media Group wurde für ihre RFID-Tracking-Lösung für Mehrweggetränkekästen geehrt, die Transportaufwand und Materialverbrauch erheblich reduziert.

Die Veranstalter betonten, dass die Lösungen zur Förderung umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vorhanden sind. Unternehmen benötigten jedoch gezielte Anschubfinanzierung, um ihre Innovationen flächendeckend umzusetzen und die EU-Vorgaben zu erfüllen. Die Konferenz wurde von Bundesumweltminister Carsten Schneider und der Berliner Umweltsenatorin Ute Bonde eröffnet, die die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Mehrweg und die erfolgreichen Ergebnisse von Berliner Pilotprojekten für einfache Rückgabesysteme hervorhoben.

Originalquelle: duh.de