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Bauwesen

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Liste absurdester Gebäudeabbrüche

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine neue Negativliste mit absurden Gebäuderissen in Deutschland veröffentlicht. Im Jahr 2021 wurden fast 40 Gebäude täglich abgerissen, was erhebliche Klimaemissionen und Ressourcenverschwendung verursacht.

25. Juni 2026
Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Liste absurdester Gebäudeabbrüche
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erneut eine Liste der "absurdesten Gebäudeabbrüche" veröffentlicht. Laut DUH mussten im Jahr 2021 bundesweit rund 14.090 Gebäude abgerissen werden, was etwa 40 Abrissen pro Tag entspricht. Der Verband kritisiert diese Entwicklung scharf, da in den meisten Fällen die Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude die nachhaltigere und klimafreundlichere Lösung gegenüber einem Abriss und Neubau darstellt.

Auf der Negativliste der DUH finden sich Beispiele verschiedenster Gebäudetypen, darunter Wohngebäude, Verwaltungsbauten, Bildungseinrichtungen und Supermärkte. Die Organisation betont, dass Abrisse wertvolle Ressourcen verschwenden und den Klimawandel befeuern. Ihre Berechnungen zeigen, dass allein durch die Sanierung von Wohngebäuden anstelle von Abriss und Neubau mindestens 1,1 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden könnten. Dies entspricht der Aufforstung einer Fläche, die der Größe des größten zusammenhängenden Waldgebiets Deutschlands, des Pfälzer Waldes, entspricht.

Bau- und Abbruchabfälle machten im Jahr 2020 über die Hälfte (55,4 Prozent) des gesamten deutschen Abfallaufkommens aus. Die DUH hebt hervor, dass der Bauen im Bestand – also die Sanierung, Umnutzung und Erweiterung bestehender Gebäude – fast immer die bessere Lösung ist als Abriss und Neubau. Dies schont nicht nur Materialien und Energie, sondern trägt auch zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bei.

Studien gehen davon aus, dass deutschlandweit durch die Umnutzung und Aufstockung bestehender Gebäude, wie Büro- und Geschäftsgebäude, ein Potenzial von 2,3 bis 2,7 Millionen neuen Wohnungen besteht. Die DUH fordert Entscheidungsträger und Bauherren auf, jeden Abrissentscheid sorgfältig zu prüfen und nachhaltige Baupraktiken zu priorisieren. Der Verband sammelt weiterhin Meldungen von Bürgern über Gebäuderisse, um den Erhalt des Gebäudebestands und eine klimafreundlichere Bauweise zu fördern.

Originalquelle: duh.de