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Wissenschaft

Umwelthilfe klagt gegen LNG-Terminal wegen Chlor-Einsatz

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen den Betrieb des LNG-Terminalschiffs "Höegh Esperanza" in Wilhelmshaven eingereicht. Der Organisation zufolge belastet der Einsatz von Chlor-Biozid das Wattenmeer und sie fordert eine Umrüstung des Schiffes.

28. September 2026
Umwelthilfe klagt gegen LNG-Terminal wegen Chlor-Einsatz

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Betrieb des schwimmenden LNG-Terminalschiffs "Höegh Esperanza" vor Wilhelmshaven eingereicht. Ziel der Klage ist es, die Einleitung von Chlor-Biozid in die Jademündung und die Nordsee zu stoppen.

Laut DUH nutzt das Terminalschiff Chlor-Biozid zur Reinigung seiner Rohrsysteme. Die Organisation kritisiert, dass diese Praxis das sensible Ökosystem der Jade und des Wattenmeeres erheblich gefährdet und fordert die umgehende Umrüstung des Schiffes auf den aktuellen Stand der Technik ohne Chlor. Die DUH gibt an, dass ihre Bedenken seit Monaten von den Behörden ignoriert wurden, was die Klage unvermeidbar mache.

Die Umwelthilfe argumentiert, dass die verwendete Reinigungsmethode nicht dem Stand der Technik entspricht. Sie verweist darauf, dass ein zweites LNG-Terminalschiff für denselben Standort, die "Excelsior", derzeit auf ein chlorfreies Verfahren umgerüstet wird. Zudem sei bereits im März 2023 eine parlamentarische Aufforderung erfolgt, die Umrüstung der "Höegh Esperanza" zu beschleunigen, die zuständige Genehmigungsbehörde sei jedoch untätig geblieben.

Die DUH wirft Uniper vor, die Jademündung und die Nordsee zu "vergiften", obwohl es schonendere Alternativen gibt. Die Organisation warnt, dass der fortgesetzte Einsatz von Chlor-Biozid die Lebensgrundlagen lokaler Krabben- und Muschelfischer gefährden könnte. Die DUH beabsichtigt nun, den Schutz des Wattenmeeres auf dem Rechtsweg durchzusetzen.

Originalquelle: duh.de