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Verbraucher

Umwelthilfe fordert Verbot von Einweg-E-Zigaretten

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert Pläne, nur Aromen statt Einweg-E-Zigaretten zu verbieten. Die Organisation fordert ein generelles Produktverbot wegen Gesundheits-, Umwelt- und Brandrisiken.

22. Juli 2026
Umwelthilfe fordert Verbot von Einweg-E-Zigaretten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Referentenentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums, der lediglich das Verbot bestimmter Aromen in Einweg-E-Zigaretten vorsieht, anstatt, wie von der Bundesregierung angekündigt, ein generelles Produktverbot zu erlassen. Die DUH warnt vor einer Mogelpackung, die die Probleme beim Gesundheits-, Umwelt- und Brandschutz verschleppt.

Laut DUH gefährden die jährlich in Deutschland verbrauchten über 60 Millionen Einweg-Vapes die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, verschwenden erhebliche Ressourcen und lösen durch ihre Lithium-Ionen-Akkus fast täglich Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen aus. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, zu ihrer Ankündigung eines Produktverbots für Einweg-E-Zigaretten zu stehen.

"Lediglich Aromastoffe zu verbieten, wäre ein Geschenk an die E-Zigaretten-Industrie. Es besteht die Gefahr, dass verbotene Aromastoffe schnell durch andere ersetzt werden", sagte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. Sie betonte, dass ein solches Verbot die suchterzeugenden Stoffe, die schlechte Ökobilanz und die Brandgefahr durch unsachgemäße Entsorgung nicht adressiere.

Die DUH stellt zudem klar, dass immer wieder kolportierte Meldungen über ein EU-weites Verbot von Einweg-Vapes nicht zutreffen. Die EU-Batterieverordnung regelt ab Februar 2027 lediglich, dass Batterien austauschbar sein müssen, nicht aber, dass die Geräte selbst wiederbefüllbar oder einfach aufladbar sein müssen. Daher bestehe die Notwendigkeit eines nationalen Produktverbots für Einweg-E-Zigaretten, wie es bereits in Frankreich und Belgien existiert.

Weitere Länder wie Österreich und Irland arbeiten Berichten zufolge an ähnlichen Verboten. Die DUH appelliert an die Bundesregierung, ihre Zusage einzuhalten und Einweg-E-Zigaretten umfassend zu verbieten, um die öffentliche Gesundheit, die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu schützen.

Originalquelle: duh.de