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Fertigung

Energieintensive Ernährungsindustrie fordert Preissenkung

Die Verbändeallianz Energieintensive Ernährungsindustrie forderte auf der Grünen Woche in Berlin eine Senkung der Energiepreise. Hohe Kosten bedrohen laut den Verbänden die Produktion und Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

4. Juni 2026
Energieintensive Ernährungsindustrie fordert Preissenkung
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Berlin – Die Verbändeallianz Energieintensive Ernährungsindustrie hat am 15. Januar 2025 im Rahmen der Grünen Woche in Berlin energiepolitische Kernforderungen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die dringende Notwendigkeit einer Senkung der Energiepreise, die sich zunehmend zu einem entscheidenden Produktionsfaktor für die lebens- und futtermittelverarbeitende Industrie entwickeln.

„Als Lebensmittel- und Futtermittelproduzenten gehören wir zur kritischen Infrastruktur und sichern die Versorgung“, betonte Jaana Kleinschmit von Lengefeld, Präsidentin des OVID Verbandes. Sie forderte einen energiepolitischen Ansatz, der die Herausforderungen der Branchen berücksichtigt.

Bastian Fassin, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), wies auf die Wettbewerbsnachteile für die vorwiegend mittelständisch geprägte Süßwarenbranche hin. „Die Politik muss erkennen, dass wir genauso energieintensiv sind wie die Stahl-, Chemie- oder Glasindustrie“, so Fassin. Er unterstrich zudem die Bedeutung eines wirksamen Schutzes vor Carbon Leakage, um Produktionsverlagerungen ins Ausland zu verhindern.

Die Ergebnisse einer Studie des Fraunhofer ISI, vorgestellt von Dr. Tobias Fleiter, zeigten, dass hohe Netzentgelte und regulatorische Hürden Investitionen in klimafreundliche Industrieproduktion bremsen. Eine Reform der Netzentgelte sei für eine erfolgreiche Teil-Elektrifizierung unerlässlich.

In ihrem gemeinsamen Positionspapier bekräftigte die Verbändeallianz ihre zentralen Forderungen: wettbewerbsfähige Strom- und Gaspreise, eine praxisgerechte Reform der Netzentgelte sowie ein verbindlicher Schutz vor Carbon Leakage über 2027 hinaus.

Originalquelle: ovid-verband.de