Deutsche Gärten fördern verstärkt Artenvielfalt
Immer mehr Gartenbesitzer in Deutschland setzen sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Eine deutliche Mehrheit verzichtet auf Pestizide und unterstützt heimische Tiere.

Frankfurt – Gartenbesitzer in Deutschland engagieren sich zunehmend für den Erhalt der Artenvielfalt in ihren Grünflächen. Eine aktuelle Erhebung von KfW Research zeigt, dass 93 Prozent der befragten Garteninhaber auf den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln verzichten. Darüber hinaus statten 82 Prozent ihre Gärten mit Nisthilfen oder Futterstellen für Tiere aus.
Die Ergebnisse, die anlässlich des „Tag des Gartens“ veröffentlicht wurden, basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.860 Haushalten. Demnach besitzen 60 Prozent der 41 Millionen deutschen Haushalte einen Garten. Die Tendenz zu naturnahen Gartenpraktiken, wie der Verzicht auf chemische Mittel und die Unterstützung von Wildtieren, ist deutlich gestiegen.
Besonders hervorzuheben ist, dass fast die Hälfte der Gartenbesitzer (47 Prozent) alle vier im Rahmen der Studie abgefragten Maßnahmen für eine naturnahe Gartengestaltung umsetzt. Im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2015, als diese Werte noch deutlich niedriger lagen, ist dies eine positive Entwicklung.
KfW Research betont, dass die Förderung der Artenvielfalt im privaten Grün auch ökonomisch von Bedeutung ist. Gesunde Ökosysteme liefern essenzielle Leistungen wie sauberes Wasser und Nahrungsmittel, die für die wirtschaftliche Stabilität unerlässlich sind. Der Chefvolkswirt der KfW wies darauf hin, dass der Verlust der Biodiversität mit erheblichen Wachstums- und Inflationsrisiken verbunden sein kann.