Grüne in Sachsen fordern Hitzeschutz und bezahlbaren Nahverkehr
Auf ihrem Landesparteitag in Bautzen haben die sächsischen Grünen einen Leitantrag zu mehr Bürgernähe verabschiedet. Kernpunkte sind Maßnahmen zum Hitzeschutz und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Die sächsischen Grünen haben auf ihrem Landesparteitag in Bautzen über zentrale politische Weichenstellungen diskutiert. Im Fokus stand ein Leitantrag, der auf eine stärkere Ausrichtung der Politik an den Alltagssorgen der Bürgerinnen und Bürger abzielt. Die Partei möchte spürbare Verbesserungen im Leben der Menschen bewirken.
Der beschlossene Antrag sieht unter anderem konkrete Maßnahmen zur Bewältigung steigender Sommertemperaturen vor. Dazu zählen die Forderung nach Klimaanlagen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kitas sowie kostenlosem Trinkwasser in öffentlichen Gebäuden. Ein weiterer Punkt ist der Gewaltschutz für Frauen und die Bereitstellung kostenloser Periodenprodukte.
Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs setzen sich die Grünen für ein bezahlbares regionales Ticket ("Fair-Ticket") ein, das insbesondere Menschen mit kleinerem Einkommen und Familien zugutekommen soll. Ziel ist es, die Mobilitätswende entschlossen voranzutreiben und den ÖPNV attraktiver zu gestalten.
Die Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert warnte in ihrer Rede vor einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung und wirtschaftlichen Belastungen. Sie kritisierte zudem die Politik der Bundesregierung und die Haltung von Sachsens Innenminister zu Grundrechten, was die sächsische CDU in eine Zerreißprobe bringe.