Krankenhäuser müssen auf Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbereitet sein
Deutsche Krankenhäuser stehen vor neuen Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit durch die CSRD. Trotz eines erheblichen CO2-Fußabdrucks des Sektors war der strategische Fokus zuletzt gering.

Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) verpflichtet absehbar einen Großteil der deutschen Krankenhäuser zur Offenlegung ihrer ESG-Aktivitäten. Das deutsche Gesundheitswesen verursacht jährlich rund 68 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, was etwa sechs Prozent der gesamten deutschen Emissionen entspricht.
Eine frühere Krankenhausstudie von BDO und dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) zeigte, dass Nachhaltigkeit nur in jedem zweiten Krankenhaus explizit in der Unternehmensstrategie verankert war. Viele Krankenhäuser kämpfen zudem mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten wie Liquiditätsengpässen und steigenden Verlusten, was Investitionen in Nachhaltigkeit erschwert.
Nun von der CSRD betroffene Krankenhäuser müssen eine Wesentlichkeitsanalyse durchführen, um relevante Berichtsthemen zu identifizieren. Dieser Prozess beinhaltet die Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie die Einbeziehung interner und externer Stakeholder.
Die Ergebnisse einer neuen Krankenhausstudie 2024 von BDO und dem DKI, die die Vorbereitung der Krankenhäuser auf die Berichtspflichten und den damit verbundenen Aufwand untersucht, werden im September auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg vorgestellt.