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Fertigung

Arbeitskämpfe in der deutschen Automobilindustrie weiten sich aus

Streiks bei Audi, Mercedes-Benz und Schaeffler markieren eine Eskalation im Tarifkonflikt zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern.

3. November 2026
Arbeitskämpfe in der deutschen Automobilindustrie weiten sich aus
Bild ist eine KI-generierte Illustration

In der deutschen Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitsniederlegungen an dieser Woche massiv zugenommen. Von den Streiks betroffen sind unter anderem Standorte von Audi, der Mercedes-Benz Group und des Zulieferers Schaeffler. Hintergrund ist der Ende Oktober ausgelaufene Friedenspflichtzeitraum, der den Weg für offene Arbeitskämpfe frei machte.

Die Gewerkschaft IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie verbindliche Zusagen zur Sicherung von Standorten und Arbeitsplätzen. Die Arbeitgeberseite hat bisher lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 1 % des Jahresbruttolohns für 2027 sowie eine lineare Erhöhung um 1,3 % ab Juli 2028 angeboten. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag angesetzt.

Die Branche steht unter erheblichem Druck durch schwache Nachfrage aus China und den steigenden internationalen Wettbewerbsdruck. Dies führt zu umfangreichen Sparprogrammen. So kündigte der Zulieferer Schaeffler jüngst die Schließung von fünf europäischen Werken und den Abbau von 3.460 Stellen an.

Arbeitgebervertreter mahnten, dass ohne eine deutliche Senkung der Lohnstückkosten weitere Arbeitsplatzverluste kaum abzuwenden seien. Besonders bei Audi ist der Unmut groß, da die Belegschaft eine klare Strategie zur langfristigen Absicherung der deutschen Werke einfordert, nachdem CEO Gernot Döllner Expansionspläne in den USA öffentlich gemacht hatte.

Originalquelle: ithome.com