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Technologie

Justiz in NRW testet Chatbot zur Erfassung von Hasskriminalität

Die Zentrale Anlaufstelle Cybercrime in NRW (ZAC NRW) prüft den Einsatz von Chatbot-Technologie zur Verbesserung der Meldung von Hasspostings. Ziel ist die schnellere Anzeige und strafrechtliche Verfolgung von Hasskriminalität im Netz.

15. Juli 2026
Justiz in NRW testet Chatbot zur Erfassung von Hasskriminalität

Die Zentrale Anlaufstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) bei der Staatsanwaltschaft Köln erprobt eine KI-gestützte Chatbot-Technologie. Die Initiative zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden zu erleichtern und die Anzeige von Hasspostings auf Social-Media-Plattformen zu beschleunigen.

Markus Hartmann, Leiter der ZAC NRW, erläutert, dass der Chatbot als digitaler Helfer fungieren soll, um die Nutzbarkeit zu erhöhen und Bürgern einen einfacheren Zugang zu Strafverfolgungsbehörden zu ermöglichen. Er betonte, dass der Chatbot in ein Ökosystem von Kontaktmöglichkeiten eingebettet sein muss und traditionelle Kanäle nicht blockieren dürfe, insbesondere bei eiligen Anliegen.

Das Projekt adressiert die Herausforderungen bei der zeitgerechten Erfassung digitaler Meldungen für Strafverfolgungsbehörden. Derzeit melden Bürger Delikte oft über Online-Portale der Polizei oder NGOs. Die ZAC NRW möchte eine digitale Meldefeinrichtung im Justizbereich schaffen, um die Effektivität der Strafverfolgung zu steigern und qualifiziertere Anzeigen zu erhalten.

Die ZAC NRW befasst sich mit spezifischen Fällen digitaler Hasskriminalität, darunter Straftaten, die sich gegen exponierte Personen des demokratischen Lebens richten. Ziel ist es, die technischen Möglichkeiten von Chatbots an den bestehenden rechtlichen Rahmen anzupassen.

Der getestete Chatbot ermöglicht es Nutzern, Vorfälle digitaler Hasskriminalität in natürlicher Sprache zu melden. Anstatt spezifischer juristischer Terminologie können Bürger ihre Beobachtungen frei schildern, was die Qualität und Quantität der eingereichten Meldungen potenziell verbessert.

Originalquelle: materna.de