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Deutsch-kenianischer Junge fühlt sich in Afrika zuhause: Verein unterstützt Kinder

Pascal Dürr, 12, fühlt sich in Kenia heimischer als in Deutschland. Seine Familie hat mit dem Verein Projekt Schwarz-Weiß ein Kinderdorf mit Schule gegründet und baut ein Krankenhaus.

21. Juni 2026
Deutsch-kenianischer Junge fühlt sich in Afrika zuhause: Verein unterstützt Kinder

Der 12-jährige Pascal Dürr hat den Großteil seines Lebens in Kenia verbracht und fühlt sich dort heimischer als in seinem Geburtsland Deutschland. Seine Familie hat mit dem Verein „Projekt Schwarz-Weiß e.V.“ die Lebenssituation von Waisenkindern im Dorf Msambweni verbessert und entwickelt die Infrastruktur der Region weiter.

Gudrun Dürr, Pascals Mutter, zog vor zehn Jahren nach Kenia, um Waisenkindern eine bessere Zukunft in einem von Armut geprägten Land zu ermöglichen. Ihre Organisation hat zwei „Nice View Children’s Village“-Einrichtungen gegründet, die über 50 Waisenkindern ein Zuhause bieten. In der Region wurden zudem eine Schule, ein Kindergarten und ein Ausbildungszentrum errichtet; ein Krankenhaus ist derzeit im Bau.

Pascal, der Suaheli besser spricht als Deutsch, betrachtet Kenia als seine Heimat. Deutschland besuchte er nur zweimal und empfand es als zu kalt. Er ist es gewohnt, in einer afrikanischen Umgebung zu leben und ist mit Tieren wie Affen und Gazellen aufgewachsen. Viel Zeit verbringt er auf dem von der Familie geführten Bauernhof, wo Lebensmittel für den Eigenbedarf angebaut werden.

Die Familie Dürr gründete eine eigene Schule, da die lokalen Schulen harte Erziehungsmethoden, einschließlich körperlicher Züchtigung, anwendeten. Die neue Schule, „Nice View Children’s Village II“, bietet einen internationalen Lehrplan ohne körperliche Strafen. Pascal besucht dort die sechste Klasse; die Schule unterrichtet auch Deutsch.

Pascal steht eine Reise nach Deutschland bevor, um sich wegen eines vermuteten niedrigen Blutbildes medizinisch untersuchen zu lassen. Er plant jedoch, nach den Untersuchungen bald in sein geliebtes Kenia zurückzukehren.

Originalquelle: kenia-hilfe.com