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KfW-Studie: Mittelstand zögert bei Investitionen trotz stabiler Eigenkapitalbasis

Trotz solider Eigenkapitalquoten halten sich deutsche mittelständische Unternehmen mit Investitionen zurück. Hohe Kosten und bürokratische Hürden bremsen die wirtschaftliche Dynamik.

1. November 2026
KfW-Studie: Mittelstand zögert bei Investitionen trotz stabiler Eigenkapitalbasis

Der deutsche Mittelstand zeigt sich laut dem aktuellen KfW-Mittelstandspanel wirtschaftlich widerstandsfähig, weist jedoch bei der Investitionstätigkeit eine ausgeprägte Zurückhaltung auf. Während die Gewinnmargen 2025 auf durchschnittlich 7,5 Prozent stiegen, blieb der reale Umsatz im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent zurück. Die Eigenkapitalausstattung liegt mit durchschnittlich 30,7 Prozent auf einem robusten Niveau.

KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher unterstreicht die Diskrepanz zwischen finanzieller Stärke und Investitionsbereitschaft: „Die Unternehmen haben die Mittel, um in Digitalisierung und Transformation zu investieren, schieben diese Vorhaben aber auf.“ Lediglich 40 Prozent aller Mittelständler führten 2025 Investitionen durch. Dies bleibt deutlich hinter den langjährigen Durchschnittswerten zurück.

Als Hauptgründe für diese Investitionszurückhaltung nennen Unternehmen hohe Kosten für Energie, Material und Personal sowie eine wachsende Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zudem belasten bürokratische Vorgaben die Unternehmen. Die Zurückhaltung gegenüber der Fremdkapitalaufnahme bleibt ebenfalls hoch, da viele Betriebe eine Verschuldung grundsätzlich ablehnen.

Die Ergebnisse der Befragung von über 10.700 Unternehmen verdeutlichen, dass der Investitionsstau das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft langfristig beeinträchtigen könnte. Die gute Eigenkapitalbasis bietet zwar Sicherheit in Krisenzeiten, führt derzeit jedoch nicht zu einer beschleunigten Modernisierung des Wirtschaftsstandorts.

Originalquelle: kfw.de