📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Bauwesen

Kommunen wollen 2026 Investitionen deutlich steigern

Deutsche Kommunen planen für 2026 einen deutlichen Anstieg ihrer Infrastruktur-Investitionen auf rund 50 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 14,8 Prozent gegenüber 2025. Gleichzeitig steigt der wahrgenommene Investitionsrückstand auf einen Rekordwert von 231,2 Milliarden Euro.

9. Juli 2026
Kommunen wollen 2026 Investitionen deutlich steigern

Die Kommunen in Deutschland planen für das kommende Jahr eine deutliche Steigerung ihrer Infrastruktur-Investitionen. Laut dem KfW-Kommunalpanel planen sie Sachinvestitionen von rund 50 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 14,8 Prozent gegenüber den Planungen für 2025. Der größte Anteil fließt in Schulen (27 Prozent), gefolgt von Straßen und Verkehr (23 Prozent) sowie Brand- und Katastrophenschutz (10 Prozent).

Dieser geplante Zuwachs übertrifft deutlich die durchschnittliche jährliche Steigerung von 4,2 Prozent im Zeitraum 2019 bis 2025. KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher vermutet, dass die Erwartungen der Kommunen an Sondervermögen des Bundes diesen Sprung erklären könnten.

Es bleibt abzuwarten, wie viel der geplanten Investitionen tatsächlich umgesetzt wird. In der Vergangenheit blieben die realisierten Investitionen oft hinter den Plänen zurück, mit einer tatsächlichen Ausgabenquote von etwa zwei Dritteln des geplanten Volumens. Schumacher nennt neben finanziellen Hemmnissen auch komplexe Genehmigungsverfahren und Personalmangel in Bauverwaltungen als Gründe für Verzögerungen.

Der kommunale Investitionsrückstand ist auf einen Rekordwert von 231,2 Milliarden Euro angewachsen, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die größten Defizite bestehen weiterhin bei Schulen (68,9 Mrd. Euro) und Straßen (53,7 Mrd. Euro). Auffällig ist jedoch der gestiegene Rückstand bei Sportstätten, Katastrophenschutz und Verwaltungsgebäuden.

Eine Sonderauswertung des Panels widmete sich kommunalen Beteiligungsunternehmen. Rund zwei Drittel der Kommunen sind an Gas-, Wasser- oder Energieversorgern beteiligt, die meist solide dastehen. Deutlich höhere Verluste müssen Kommunen hingegen bei Bäder-, Kultur-, ÖPNV- und Abfallbetrieben ausgleichen.

Originalquelle: kfw.de