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Verbraucher

Umfrage: Große deutsche Musikfestivals verursachen massive Abfallprobleme

Eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter zehn großen deutschen Musikfestivals deckt gravierende Mängel bei der Abfallvermeidung und -trennung sowie bei nachhaltigen Sanitärkonzepten auf.

6. Juni 2026
Umfrage: Große deutsche Musikfestivals verursachen massive Abfallprobleme

Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter zehn der größten Musikfestivals in Deutschland offenbart massive Defizite im Bereich Abfallmanagement. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Probleme beim Einsatz von Einwegprodukten, bei der Mülltrennung und bei der Umsetzung nachhaltiger Sanitärlösungen, die die Umweltbelastung auf den Festivalgeländen und Campingplätzen erhöhen.

Besonders kritisch bewertet die DUH die Festivals Parookaville und Nature One, die überwiegend auf teure und umweltschädliche Einwegverpackungen für Getränke und Speisen setzen. Laut Berechnungen der DUH verursacht allein das Parookaville an drei Veranstaltungstagen rund 600.000 Einwegbecher und eine halbe Million Einwegartikel für die Essensausgabe. Diese Praxis steht im Widerspruch zu etablierten Mehrwegsystemen, die längst Standard sein sollten.

Angesichts dieser Ergebnisse startet die DUH eine Petition, die Veranstalter dazu auffordert, 100 Prozent Mehrweglösungen für Getränke und Speisen einzuführen, eine konsequente Mülltrennung zu etablieren und Komposttoiletten als Standard anzubieten. Die Organisation verweist darauf, dass viele andere Großveranstaltungen bereits erfolgreich Mehrwegsysteme und getrennte Abfallsammlungen umsetzen und somit zeigen, dass ein umweltfreundlicherer Betrieb machbar ist.

Die Umfrage ergab zudem, dass auf neun der zehn befragten Festivals der Müll in den öffentlichen Bereichen nicht getrennt wird. Auch auf den Campingplätzen mangelt es bei vielen an getrennter Abfallsammlung. Zudem verzichten mehrere Festivals auf ein Müllpfandsystem, das die Besucher zur Müllvermeidung animieren könnte. Das Verteilen von kostenlosen Wegwerfartikeln, wie Merchandise, verschärft das Müllproblem zusätzlich und fördert unnötigen Ressourcenverbrauch.

Originalquelle: duh.de