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Verbraucher

Deutsche Musikmarkt-Trends: Analyse von Believe-Leiter Thorsten Freese

Deutschland ist der viertgrößte Musikmarkt der Welt. Thorsten Freese, Leiter von Believe Germany, beleuchtet die Besonderheiten der deutschen Musiklandschaft, das Gleichgewicht zwischen physischen und digitalen Formaten sowie populäre Genres.

2. Oktober 2026
Deutsche Musikmarkt-Trends: Analyse von Believe-Leiter Thorsten Freese

Deutschland, eine europäische Wirtschaftsmacht, ist der viertgrößte Markt für aufgenommene Musik weltweit. Thorsten Freese, der die Geschäfte von Believe in Deutschland leitet, gibt Einblicke in die dynamische Musikszene des Landes, in der traditionelle Einzelhandelswerte auf moderne Streaming-Trends treffen.

Der Markt hat eine deutliche Abkehr von physischen Formaten erlebt, obwohl der physische Verkauf im Jahr 2023 mit 18,5 % stabil blieb, wobei der Vinylverkauf um 12,6 % zunahm. Streaming machte hingegen 74,8 % des Marktes aus. Rock- und Metal-Genres machten fast die Hälfte (48 %) des gesamten Vinylverkaufs aus, während CDs trotz eines Rückgangs von 5,9 % immer noch einen Anteil von 11,3 % halten. Dieser Wandel hat den Einzelhandel zur Anpassung gezwungen und Künstler sowie Labels dazu veranlasst, der digitalen Distribution Priorität einzuräumen.

Die Einnahmen aus Musik-Streaming in Deutschland stiegen zwischen 2022 und 2023 um 8,4 %. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf eine Zunahme von Premium-Abonnenten zurückzuführen, die 2023 35 % der Nutzer ausmachten. Faktoren wie die Verbreitung von Smartphones und die vielfältige Musikszene Deutschlands tragen ebenfalls zum Wachstum bei. Zu den führenden Streaming-Plattformen gehören Spotify (40 % der Nutzer), Amazon Music und YouTube Music (25 %) sowie Apple Music (13 %).

Pop und Hip-Hop bleiben die dominierenden Genres auf dem deutschen Musikmarkt. Streamingdienste versuchen, ihre Attraktivität durch lokalisierte Inhalte und Partnerschaften mit deutschen Künstlern und Festivals zu steigern. Die demografische Verteilung über verschiedene Streaming-Plattformen hinweg spiegelt unterschiedliche Präferenzen verschiedener Altersgruppen für Musikdienste wider.

Originalquelle: believe.com