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Gesundheit

Deutsche Schmerzgesellschaft: Sparpaket bedroht Versorgung chronisch Kranker

Die Deutsche Schmerzgesellschaft warnt, dass das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Versorgung von Millionen chronisch schmerzkranken Menschen gefährdet. Spezialisierte Behandlungskapazitäten sind bedroht.

15. Juni 2026
Deutsche Schmerzgesellschaft: Sparpaket bedroht Versorgung chronisch Kranker

Die Deutsche Schmerzgesellschaft schlägt Alarm: Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) und die laufende Krankenhausreform gefährden massiv die Versorgung von Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen in Deutschland. Laut einer Mitteilung der Gesellschaft sind bereits jetzt 22 Prozent der spezialisierten Schmerzfachabteilungen in ihrer Existenz bedroht, obwohl sie fast die Hälfte aller Patienten mit interdisziplinärer multimodaler Schmerztherapie (IMST) versorgen.

Professor Dr. Frank Petzke, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, bezeichnet die Lage als kritisch. Er erklärt, dass die Deckelung der Gesamtausgaben für die Krankenhausversorgung Kliniken zwingen werde, Kosten einzusparen. Dies treffe besonders personalintensive Bereiche wie die Schmerztherapie, die als essenziell für eine patientenorientierte Versorgung gilt. „Krankenhausökonomisch betrachtet ist die IMST das schwächste Glied in der Klinik“, so Petzke.

Die Gesellschaft warnt vor den Folgen einer unzureichenden oder verspäteten Behandlung. Chronische Schmerzen ohne adäquate Therapie können zu erheblichen Langzeitfolgen wie Arbeitsunfähigkeit, Depressionen, Angstzuständen und erhöhtem Pflegebedarf führen. Dies würde letztlich zu höheren Kosten für das gesamte Gesundheits- und Sozialsystem generieren. Die Wichtigkeit einer frühen Diagnose und einer leitliniengerechten, multidisziplinären Behandlung wird daher betont, um Chronifizierung und Folgekosten zu vermeiden.

Originalquelle: pharma-fakten.de