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Gesundheit

ABDA warnt vor Arzneimittelsicherheitsrisiken durch Notfallreform

Die ABDA kritisiert die geplante Notfallreform, da sie die Abgabe von Arzneimitteln durch Ärzte vorsieht und damit die bewährte Kontrollfunktion der Apotheken umgehen könnte.

3. November 2026
ABDA warnt vor Arzneimittelsicherheitsrisiken durch Notfallreform

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) warnt vor den Auswirkungen der vom Bundestag beschlossenen Notfallreform. ABDA-Präsident Thomas Preis sieht in der geplanten Erlaubnis, dass Ärzte in Notfallzentren Medikamente direkt an Patienten abgeben dürfen, eine Gefahr für die Arzneimittelsicherheit. Das bewährte Vier-Augen-Prinzip, bei dem Apotheker als letzte Instanz die Verschreibungen prüfen, werde dadurch untergraben.

Die ABDA betont, dass die flächendeckende Notdienstversorgung durch Apotheken bereits funktioniere und keine neuen, parallelen Strukturen erfordere. Die Apothekenpflicht sei ein wesentliches Instrument, um Fehlmedikationen zu vermeiden. Laut Preis sei es fachlich nicht begründbar, die Kontrollfunktion der Apotheker im ärztlichen Notdienst zu streichen.

Zudem befürchtet der Verband negative wirtschaftliche Folgen für die Apotheken. Der Wegfall von ärztlichen Verordnungen könnte die Finanzierung der Apothekennotdienste gefährden, was langfristig die lokale Versorgung beeinträchtigen könnte. Am 20. November entscheidet der Bundesrat über das Reformgesetz.

Originalquelle: abda.de