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Psychologenverband fordert Regulierung der Social-Media-Nutzung

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) fordert wirksame Regulierungen für die Nutzung sozialer Medien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Unbegrenzte Nutzung schade der psychischen Gesundheit und den sozialen Kompetenzen junger Menschen, so der Verband.

26. September 2026
Psychologenverband fordert Regulierung der Social-Media-Nutzung

Berlin – Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) fordert wirksame Regulierungen für die Nutzung sozialer Medien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Eine von der Delegiertenkonferenz im April 2026 verabschiedete Resolution des Verbandes stellt fest, dass die unbegrenzte Nutzung sozialer Medien erhebliche negative Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung junger Menschen hat.

Der BDP betont, dass die wissenschaftlichen Belege für die schädlichen Effekte sozialer Medien – darunter Depressionen, Aufmerksamkeitsstörungen und eingeschränkte soziale Kompetenzen – ausreichend sind, um sofortiges Handeln zu rechtfertigen. Der Verband beruft sich auf das Vorsorgeprinzip und fordert eine Ausweitung der Forschung in diesem Bereich.

Der Verband ist der Ansicht, dass die Betreiber von Social-Media-Plattformen Verantwortung für altersgerechte Inhalte und die Funktionsweise ihrer Algorithmen übernehmen müssen. Der BDP schlägt vor, dass staatliche Behörden die Plattformen regulieren und überwachen sollten, um die Betreiber zu zwingen, die Logik und die Auswirkungen ihrer Algorithmen transparent darzulegen. Zudem wird die Einführung eines Altersverifizierungssystems unter Berücksichtigung des Datenschutzes vorgeschlagen.

Die Resolution beinhaltet weitere Vorschläge, wie ein landesweites Verbot der Smartphone-Nutzung in Schulen bis zur zehnten Klasse, basierend auf positiven Erfahrungen in einigen Bundesländern und anderen Staaten. Der Berufsverband schlägt zudem vor, öffentliche Gesundheitskampagnen für Eltern durchzuführen und die Medienkompetenz von Pädagogen und Schülern zu stärken.

Originalquelle: bdp-verband.de